Joy Denalane & Ilgen-Nur wären gerade eigentlich auf dem Cover des „Rolling Stone“ – eigentlich.
Wie aus einem des Medienmagazin „Übermedien“ hervorgeht, hat der deutsche Ableger des „Rolling Stone“-Magazins eine im Vorfeld als möglich dargestellte Cover-Story mit Joy Denalane und Ilgen-Nur über Rassismus, Sexismus und Homophobie in der Musikindustrie gegen eine Story über den 45. Geburtstag des Albums „Born To Run“ von Bruce Springsteen ausgetauscht. Beide Musikerinnnen seien im Vorfeld auf Grund von Vereinbarungen davon ausgegangen, dass ihr Gespräch die Titelgeschichte des Magazins wird, im Zusammenhang mit Fotoaufnahmen soll außerdem von einem „Cover-Shooting“ die Rede gewesen sein. Nun ist das Interview zwar samt Fotos in der Zeitschrift zu finden, jedoch schmückt ein junger Bruce Springsteen das Cover. Das alles ist besonders fragwürdig, da beide Frauen im Interview offen bzw. kritisch über die Rolle von Frauen und nicht-weißen Menschen auf den Titelblättern des „Rolling Stone“ sprechen – diese sind dort nämlich stark unterrepräsentiert. Auf Nachfrage erfuhr man vom „Rolling Stone“, dass die Redaktion „nicht hundertprozentig von der Kraft des Fotos mit Joy Denalane und Ilgen-Nur überzeugt“ war und Bruce Springsteen von den „Lesern“ (männlich) sehr geschätzt sei. Ob man seine Stammleser mit nicht-weißen Frauen auf dem Cover und einer Story über Sexismus und Rassismus nicht verschrecken wollten, scheint naheliegend.
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