Kavinsky ist im Alter von 50 Jahren verstorben
Die Elektromusik verliert eine ihrer prägendsten Figuren: Der französische Produzent und DJ Kavinsky ist im Alter von 50 Jahren gestorben. Der Künstler, der mit bürgerlichem Namen Vincent Belorgey hieß, wurde am Dienstagabend leblos in seinem Zuhause in Paris aufgefunden. Die Behörden ermitteln derzeit zur genauen Todesursache, gehen nach ersten Erkenntnissen jedoch nicht von Fremdeinwirkung aus. Mehrere französische Medien berichten von einem möglichen Schlaganfall, eine offizielle Bestätigung gibt es bislang nicht.
International bekannt wurde Kavinsky vor allem durch seinen Synthwave-Klassiker „Nightcall“, der 2011 im Soundtrack von „Drive“ mit Ryan Gosling zum weltweiten Kult-Hit wurde. Der Song, produziert gemeinsam mit Guy-Manuel de Homem-Christo von Daft Punk und mit Vocals von Lovefoxxx (CSS), gilt bis heute als einer der prägendsten Tracks des Genres.
Mit seinem Debütalbum „OutRun“ (2013) etablierte sich Kavinsky endgültig als einer der wichtigsten Vertreter der modernen französischen Elektroszene. Nach einer längeren Pause meldete er sich 2022 mit „Reborn“ zurück und arbeitete im Laufe seiner Karriere unter anderem mit The Weeknd, Phoenix und Angèle zusammen. Erst bei der Abschlussfeier der Olympischen Spiele 2024 in Paris begeisterte er mit einer spektakulären Live-Version von „Nightcall“ Millionen Zuschauer weltweit.
Aus der Musikwelt und Politik erreichen inzwischen zahlreiche Beileidsbekundungen. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron würdigte Kavinsky als Künstler, der den französischen Electro-Sound weit über die Landesgrenzen hinaus geprägt habe. Auch The Weeknd erinnerte an ihn als wichtige Inspiration für seine eigene Musik.
Mit Kavinsky verliert die elektronische Musik einen Künstler, dessen nostalgischer 80er-Sound und filmische Ästhetik eine ganze Generation geprägt haben – und dessen „Nightcall“ wohl noch lange durch die Nacht hallen wird.
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