„Kein Kölsch für Nazis“: Querbeat, Lugatti & 9ine, Brings setzten ein Zeichen gegen Rechts
„Kein Kölsch für Nazis“ ist ein Slogan mit Historie. Er wurde erstmal 2008 ins Leben gerufen, als rund 450 Wirte gegen die rechte Bewegung Pro Köln/Pro NRW protestierten. Seither gilt der Leitsatz als Zeichen gegen Rassismus und wurde zuletzt sehr präsent bei einer Aktion gegen den Bundesparteitag der AfD 2017 in Köln verwendet. Pünktlich zum 11. November, dem Beginn der Karnevalsaison und einem der höchsten Feiertage im Kölner Umland findet „Kein Kölsch für Nazis“ nun auch seinen Weg in die Musik und erscheint als gemeinsame Single von Querbeat, Lugatti & 9ine und Peter Brings.
Blasmusik meets Rap meets Klöschrock
Eine recht ungewöhnliche Konstellation hat sich da für „Kein Kölsch für Nazis“ zusammengetan, möchte man meinen – doch nur auf den ersten Blick, denn schließlich kommen alle Artists aus dem Kölner Raum. Die 13-köpfige Band Querbeat spielt ja inzwischen nicht mehr „nur“ beim Kölner Karneval, sondern sorgt auch überregional und im europäischen Ausland mit ihrem Future-Brass-Pop-Sound für grölende Publikums-Chöre. Für „Kein Kölsch für Nazis“ hat sich die Formation sowohl die Kinder der Künste aka Lugatti & 9ine als bekannte Vertreter des Sprechgesangs aus Köln dazu geholt. Weiterhin gibt’s Unterstützung von Peter Bings, dem Frontmann der Kölner Band, die sich seit ihrer Gründung 1990 einen Namen in der Klöschrock Szene gemacht hat.
„Damit Antifaschismus funktioniert, muss er auch generationsübergreifend sein.“
Damit ist „Kein Kölsch für Nazis“ fast schon ein Drei-Generationen Song, könnte man sagen. Für Peter Brings, eine besonders schöne Tatsache, die gerade der Botschaft des Track Nachdruck verleiht: „Die Querbeat-Jungs sind alle um die 30, Lugatti & 9ine, die sind so alt wie meine eigenen Jungs, und wir Alten sind da auch noch mit drauf. (…) Damit Antifaschismus funktioniert, muss er auch generationsübergreifend sein. Klare Sache, das geht gar nicht anders.“
„Kein Kölsch für Nazis“ vereint dabei ganz klar eine Botschaft: Für rechtes Gedankengut ist nirgendwo Platz – auch nicht im Kneipentresen! Musikalisch lässt sich die gemeinsame Single dafür allerdings weniger eindeutig einordnen. „Kein Kölsch für Nazis“ vereint die typischen Brass-Band-Sounds von Querbeat mit einer eingängigen Pop-Hook und 80s-Vibes – irgendwo zwischen Kölsch-Rock, NNDW und Blasmusik.
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