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In Anlehnung an Sidos „Mein Block“: Kelvyn Colt verortet den Klassiker neu

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„Meine Stadt, mein Bezirk, mein Viertel, meine Gegend, meine Straße, mein Zuhause, mein Block“ – Zeilen, die nicht nur unwiederruflich mit Sido und Aggro Berlin assoziiert werden, sondern auch sofort Großwohnsiedlungen im Märkischen Viertel vor dem inneren Auge auftauchen lassen. Müsste man einen Song bestimmen, der augenblicklich das Schlagwort Berlin hervorrufen soll, „Mein Block“ stünde mehr als im Rennen. Während sich Sido mit dem 2004 veröffentlichten Song deutlich in der Hauptstadt verortete, nimmt Kelvyn Colt besagten Song zum Anlass, um sich überall dort zu verorten, wo er sich zuhause fühlt. „Für mich ist es, seitdem ich vier Jahre alt bin, normal um die Welt zu reisen. Deswegen habe ich eine Heimat in Wiesbaden, ich hab‘ ne Heimat in Bingen am Rhein, ich hab ne Heimat in Berlin, ne Heimat in London“ – ähnlich klingt es auch in der heute erschienenen Single „4 Am | Mein Block“. Während Colt seine inhaltliche Reise in Düsseldorf startet und über Köln und Stuttgart fortsetzt, sehen wir ihn am Frankfurter Flughafen auf einem Gepäckträger sitzen. Die diversen Heimaten machen sich im aktuellen Song auch sprachlich bemerkbar. Erneut gelingt es Colt mühelos englische Texte mit deutschen Fragmenten zu versehen. Dass sich ein musikalisches Hand in Hand beider Sprachen vor allem jüngst im Deutschrap immer öfter als Symbiose statt als Gegensatz herausstellt, dazu trägt Colt auch mit „4 Am | Mein Block“ maßgeblich bei.

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