„Klosterschüler im Zölibat“: Ein Mönch produzierte für K.I.Z
Wir wussten ja schon lange, dass K.I.Z unter anderem für „Klosterschüler im Zölibat“ stehen kann. Dass dahinter gnadenlose Realität steckt, hat dann aber doch niemand kommen sehen. Aber, Heilige Mutter Gottes, ein Mönch hat Songs wie „Hurensohn“ produziert und goldene Schallplatten im Kloster hängen. Genauer gesagt: Bruder Antonius. Das deckte YouTuber Tomatolix vor einigen Wochen – mehr so aus Zufall – auf.
Von „Hurensohn“ zu Gottessohn
Tomatolix begibt sich für seine Videos regelmäßig in Selbstexperimente und deckt auf diesem Weg vermeintlich verborgene Lebensrealitäten auf. Ein Tag im Gefängnis, ein Tag im U-Boot oder eben ein Tag im Kloster. Dort trifft er auf Bruder Antonius – und stößt auf ungeahnte Informationen.
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Dem YouTuber fehlen selbst die Worte, als er im top ausgestatteten Studio von Bruder Antonius in der Erzabtei St. Ottilien steht und an der Wand die goldene Schallplatte zu „Hahnenkampf“ sieht. „Was hast du mit K.I.Z zu tun“, fragt er den Mönch, der unbeeindruckt antwortet: „Das hab ich gemastert.“ Mit neun goldenen Schallplatten in Deutschland ist „Hahnenkampf“ (2007) das erfolgreichste Album der Gruppe.
K.I.Z hat wirklich einen „Klosterschüler im Zölibat“
Mittlerweile ist Bruder Antonius für die Tonarbeit von Gottesdiensten und ähnlichem im Kloster verantwortlich. Auf die Frage hin, ob er es nicht auch vermisst, an solchen Projekten – wie eben „Hahnenkampf“ – beteiligt zu sein, winkt er eher ab. Das wäre eine Zeit in seinem Leben gewesen, die ihm viel Spaß gemacht hat, aber er hat jetzt im Kloster genauso seine Arbeit gefunden, die ihm wichtig sei und ihn erfülle.
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