Kummer nimmt uns mit auf ein orchestrales Schiff
Von Jorja Smith über Ebow zurück zu Jorja Smith (diesmal mit einem gewissen OG aus Mannheim im Schlepptau) bis hin zu Felix Kummer. Die Machiavelli Sessions mit dem WDR-Funkhaus-Orchester bieten – gemeinsam mit dem australischen Komponisten und Dirigenten Gordon Hamilton – immer wieder neue musikalische Reize und verpassen den unterschiedlichsten Songs neue orchestrale Gewänder. Letzterwähnter Künstler, Kummer entschied sich dazu seine ganz persönliche Ode an die Karl-Marx-Stadt namens „Schiff“ neu interpretieren zu lassen. Folgendes hatte der Kraftklub-Frontmann turned Solokünstler über seine Auswahl zu sagen: „Es ist halt ein Song, den ich nicht als Single gemacht hätte. Er ist ein bisschen interessanter aufgebaut. [ ] Ich hatte ein bisschen Bammel, dass das so kitschig wird. Vielleicht habe ich auch deswegen einen sperrigeren Song ausgesucht, weil das mag ich schon auch gerne, dass es da um Pisse, Tod und Dreck geht und man den halt mit Leuten spielt, die Fliege tragen beim Fagott-Spielen.“
Spoiler-Warnung: Kitschig ist die Orchester-Version von „Schiff“ nicht geworden, Adjektive wie „monumental“, „groß“ oder „imposant“ treffen den Kern der außergewöhnlichen Performance schon eher. Aber am besten sollte man sich selbst ein Bild von Kummer, Hamilton und Orchester machen – es lohnt!
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