Kynda Gray taumelt zwischen brennender Liebe und schmerzhafter Sucht
Nachdem das vielversprechende Signing von Division im letzten Jahr mit diversen Releases wie „Dirty Chucks“, „Demons“, „Ghostseer“ und der melancholischen Sommerhymne mit F-Raz Referenz „Ayo Technology“ überzeugte, macht Kynda Gray im neuen Jahr da weiter, wo er zuletzt mit seiner Liebesballade „Anathema“ aufhörte – nämlich bei der Liebe. „Sucht“ heißt seine jüngste Veröffentlichung, die mit dem treibenden und gleichzeitig atmosphärischen Beat von Alexis Troy dazu verleitet, den Song über möglichst laute Boxen auf Anschlag zu hören. Inhaltlich stellt sich Kynda Gray einer bittersüßen Tatsache, die man selbst aus intensiven Beziehungen nur zu gut kennt: „Du willst, dass ich dich rette, doch wie rett’ ich mich selbst? / Ich weiß du machst mich kaputt, Ich mach dich kaputt / Es fühlt sich nicht an wie Liebe. Baby, du bist eine Sucht“. Wie es für Kynda üblich ist, versteckt sich hinter den kryptischen und doch direkten Lyrics eine tiefer greifende Geschichte. Hört man also genauer hin, wird klar, dass Kynda Gray wohl wochenlang im Studio am Schaffen war und dementsprechend nicht die Kapazitäten hat, seiner Partnerin die notwendige Zeit einzuräumen, um für sie da zu sein. Solche Konflikte sind natürlich viel komplizierter gestrickt als eben beschrieben, umso interessanter ist das Songwriting des Wilhelmshavener Künstlers, der es mit wenigen Worten schafft, ein klares Bild zu zeichnen und entsprechende Emotionen auszulösen. Unsere Empfehlung: Schleunigst anhören und mitreißen lassen, falls das noch nicht geschehen sein sollte!
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