Lent fühlt sich wie in einem Film
Der Linzer Rapper Lent gibt sich in der Öffentlichkeit meistens sehr bedeckt, stattdessen lässt er die Musik für sich sprechen und dass er genug zu sagen hat, zeigt seine bisherige Releasedichte. Die neue Single „How“ folgt der bereits in diesem Jahr erschienenen „Visionär“ EP, worauf auch ein Haiyti-Feature zu finden ist.
Seit 2018 landet er gemeinsam mit seinem Bruder und Produzenten Damian Beat einen erfolgreichen Coup nach dem anderem. Mit „How“ wird durch die vordergründigen Synthies im Zusammenhang mit den dumpfen Bässen stilistisch an das futuristische Soundbild aus „Visionär“ angeknüpft.
„Es Leben ein Film am dreh’n / Ich heb‘ ab, ich will was seh’n“, rappt Lent in der Hook und macht damit seine Gefühlswelt deutlich. „How am I feeling today / Ja, mir geht’s ganz okay / Es könnt mir besser geh’n / Doch es könnt mir auch schlechter geh’n“ heißt es weiter und verleiht dem Bild zusätzliche Farbnuancen.
Den angesprochenen Film meint der österreichische Rapper auch wortwörtlich und zeigt das in seinem Musikvideo. Die Produktionsfirma Overtoon Studio hat dafür eine animierte Sequenz erstellt, die seinen tagtäglichen Hustle im Studio verdeutlichen soll. Das Mom-I-Made-It- Mitglied ist also fleißig mit der Weiterentwicklung seines Mumble-Raps beschäftigt und das hört man sowohl im Sound als auch in seinen von Anglizismen gezeichneten Texten .
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