Enjoy Jazz Festival 2026
Mehr als einen Monat Jazz und weit darüber hinaus: Vom 2. Oktober bis 7. November bespielt das Enjoy Jazz Festival Heidelberg, Mannheim und Ludwigshafen. Ob Karlstorbahnhof, Alte Feuerwache Mannheim, das Haus Ludwigshafen oder Konzerthaus Stadthalle Heidelberg, die 28. Ausgabe verteilt sich auf Spielorte quer durch die Metropolregion Rhein-Neckar. Das diesjährige Motto: „Beauty“. Was das bedeutet, beantwortet jeder Abend ein bisschen anders.
Für alle, die beim Stichwort Jazz erstmal zögern: Das Programm hält einige Acts bereit, die sich genauso gut in eine Club-Nacht wie in einen Konzertsaal fügen und die auch für DIFFUS-Leser:innen interessant sein dürften. Apparat macht am 8. Oktober die Stadthalle Heidelberg zu seinem, Jlin übernimmt am 10. Oktober den Karlstorbahnhof, Tom Skinner folgt am 11. Oktober im Metropolink’s Commissary. Am 16. Oktober treffen aya, Ikonika und Kode9 aufeinander, Tomoki Sanders ist am 25. Oktober zu erleben, ebenfalls alle im Karlstorbahnhof. Zohar & Adam am 4. November im Metropolink’s Commissary.
Eröffnet wird am 2. Oktober mit Souad Massi. Die algerisch-französische Sängerin steht seit über zwei Jahrzehnten für eine Musik, die arabische Tradition, Chanson und Folk zu etwas Eigenem macht. Beim Enjoy Jazz tritt sie gemeinsam mit dem frankophonen Rapper Youssoupha auf.
Wer sich für Jazzgesang interessiert, kommt 2026 besonders auf seine Kosten. Lizz Wright bringt ihre gospel-verwurzelte Stimme in die Stadthalle Heidelberg, Gregory Porter füllt den Rosengarten Mannheim und Samara Joyzeigt, wie lebendig die Tradition des Jazzgesangs heute noch ist. Auf der Seite der Solokonzerte kehrt Pianist Jason Moran zurück und widmet sich dem Werk von Duke Ellington. Die französische Flötistin und Elektronikerin Delphine Joussein baut in der Chapel Heidelberg Klanglandschaften zwischen Free Jazz und Noise, Bassist Björn Meyer zeigt was ein E-Bass wirklich alles kann. Den Abschluss macht am 7. November Brad Mehldau mit einem Soloabend in der Stadthalle Heidelberg.
Ein besonderes Highlight: 2026 wäre das Jahr gewesen, in dem Miles Davis und John Coltrane ihren 100. Geburtstag gefeiert hätten. Trompeter Theo Croker nähert sich Davis mit einer persönlichen Hommage, Isaiah Collier knüpft am Saxofon an Coltranes spirituelle Suche an. Musikjournalist Ashley Kahn begleitet den Schwerpunkt mit Listening Sessions und der Filmvorführung „Miles Davis: Birth of the Cool“.
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