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Montreux Jazz Festival

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Eingebettet zwischen dem türkisen Wasser des Genfer Sees und den schneebetupften Gipfeln der Schweizer Alpen liegt Montreux. Ein beschauliches Städtchen, das schon im 19. Jahrhundert als beliebter Ferienort galt, weil man hier unweit von Skipisten ein fast schon mediterranes Klima genießen kann. Bekannt ist Montreux für seine hübsch angelegte Promenade, seine Architektur aus der Belle Epoque – und dafür, dass diese Oase der Ruhe einmal im Jahr für zwei Wochen auf den Kopf gestellt wird. Der Grund für diesen Ausnahmezustand? Das Montreux Jazz Festival.

1967 ursprünglich als touristische Maßnahme gegründet, gilt das Montreux Jazz Festival heute als eines der ältesten und prestige-trächtigen Festivals in Europa. Deep Purple schrieben hier ihren legendären Hit „Smoke On The Water“, nachdem eine der Bühnen abbrannte, Freddy Mercury verbrachte hier viel Zeit und auch heute gehört ein Gig auf dem Montreux Jazz Festival für viele aufstrebende Artists zu ihren kühnsten Träumen. Wir durften dieses Jahr selbst für zwei Tage in die Legende dieses magischen Fleckchens Erde eintauchen – und sind, umgangsprachlich gesagt, kleben geblieben.

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Ein Festival als Vermächtnis

Das Montreux Jazz Festival hat den Ruf, der ihm heute voraus eilt, nicht von ungefähr. Das Vermächtnis des Festivals wurde bis 2013 von seinem Gründer Claude Nobs mit viel Liebe und Hingabe gehegt, seither wird dieses Erbe von seinem Partner Thierry Amsallem sowie dem neuen CEO Mathieu Jaton aufrechterhalten. Der größte Schatz des Festivals ist das Ergebnis harter Arbeit: Das riesige Live-Archiv des Montreux Jazz. Seit der ersten Ausgabe hat Claude akribisch jede Show dokumentiert, erst nur mit Audio-Aufzeichnungen, später dann auch mit Videos. Ein Lebenswerk, das nach Claudes Ableben als Weltdokumentenerbe von der Unesco anerkannt wurde. Die Vergangenheit wird hier nicht nur zu Recht vergoldet, sondern dient vor allem als Ansporn, sich selbst wieder und wieder zu übertreffen.

So wird es im Jahr 2025

Traditionell finden beim Montreux Jazz Festivals pro Tag einige Konzerte im Bezahl-Programm und viele weitere im kostenlosen Programm in der ganzen Stadt statt. Und das Programm für das Jahr 2025 kann sich definitiv sehen lassen. Mit dabei sind grandiose Artists von der ganzen Welt. Unter anderem Sam Fender – der mit seinem rockigen Indie-Gesang die Herzen für sich gewonnen hat – oder auch die britische R’n’B Sängerin Raye. Mit Diana Ross kommt eine der erfolgreichsten Musikerinnen unserer Zeit in die Schweiz. Wo Diana eher der etwas älteren Generation ein Begriff sein dürfte, ist Finneas bei den jüngeren wohl bekannter. Der Bruder von Billie Eilish ist nämlich nicht nur als Produzent tätig, sondern macht auch selber ziemlich schöne, verträumte Tracks. Außerdem bringt James Blake die Bühne zum klingen. Darüber hinaus kommen noch zahlreiche weitere Acts.

Für die 59. Ausgabe des Montreux Jazz Festival durfte die Künstlerin Lakwena die Gestaltung des alljährlichen Posters übernehmen.

Was das Montreux Jazz Festival in diesem Jahr darüber hinaus besonders macht, ist das riesige kostenlose Angebot: Mehr als 600 Events, die über 90 % des gesamten Festivalprogramms ausmachen, sind frei zugänglich. Dazu zählen 151 Konzerte, 291 DJ-Sets sowie 170 weitere Aktivitäten – von Workshops über Filmvorführungen bis hin zu Tanzkursen. Auf 13 kostenlosen Veranstaltungsorten wird die ganze Stadt zur Bühne. 52 % der auftretenden Künstler:innen kommen aus der Schweiz, vertreten sind aber insgesamt über 50 Nationalitäten. Für kulinarische Vielfalt sorgen 65 Imbissstände und Bars, die das Festival auch abseits der Bühnen zu einem Erlebnis machen.

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