Pop-Kultur Festival
Das Spektrum beim Pop-Kultur Festival ist mal wieder vielfältig wie eh und je. Von R’n’B mit Ray Lozano bis Indie-Rock mit Bar Italia und den legendären The Notwist ist alles dabei. Es warten ausgefallene Vorreiter:innen wie Sophia Kennedy genauso wie gefragte neue Stimmen mit unter anderem Deutschrapper:innen Jassin und Layla Boe und ganz neu dabei als Headliner #9: GRENZKONTROLLE und die Zusatzshow am Sonntag im Pierre Boulez Saal mit: múm performs »Sonnenuhr« & Anushka Chkheidze & Robert Lippok. Highlight ist außerdem, dass „Sonic Crossings“ in die nächste Runde geht. Das gemeinsam mit dem Musikbereich des Goethe-Instituts entwickelte Programm richtet den Fokus in dieser zweiten Ausgabe auf verschiedene popmusikalische Ausdrucksformen aus Zentralasien.
Nachdem bereits das letzte Jahr gezeigt hat, dass dezentrale Venues viel Anklang gefunden haben, wird diese Idee auch 2026 weitergeführt. Los geht es am 24. August im Silent Green im Wedding. Von dort geht es in den Festsaal Kreuzberg. Herzstück des Festivals bleibt nach wie vor die Kulturbrauerei für das Live-Programm am Wochenende.
Auch dieses Jahr passiert beim Popkultur-Festival wieder einiges, das über klassische Konzerte hinausgeht. Für die zehn „Commissioned Works“ entwickeln Künstler:innen eigens neue Performances, die so nur beim Festival zu sehen sind. Fee Aviv Dubois, Ralph Heidel, Izzy Ment, Shanice Ruby Bennett und Andi Haberl gründen dafür für genau einen Abend eine gemeinsame Band. Außerdem verbinden unter anderem Eddna, Lucy Kruger & The Lost Boys, Eva Bottega, Ria Boss und der SEYYARE – Anatolian Women’s Choir Musik mit Film, Mode, Folklore oder Performance.
Auch gesellschaftsrelevante Talks kommen hier nicht zu kurz! Dabei geht es nicht nur um die üblichen Themen der Kreativbranche. Besonders spannend wird zum Beispiel das Gespräch von Betterov und Hendrik Bolz im Berliner Ensemble. Unter dem Titel „Aus Ruinen“ sprechen sie über ostdeutsche Erfahrungen, persönliche Erinnerungen und darüber, wie all das in Musik und Literatur landet – ohne dabei in die immer gleichen Ost-Klischees abzurutschen. Johann Scheerer und Aida Baghernejad nehmen außerdem die Streamingwelt und ihre Widersprüche auseinander.
Mit „Full Court Femme“ öffnet das Festival schließlich einen weiteren Schauplatz: den Basketballplatz. Das von Yeşim Duman kuratierte Projekt bringt Sport, Popkultur und Kunst zusammen und stellt FLINTA*-Perspektiven in den Mittelpunkt. Mit dabei sind unter anderem Svenja Brunckhorst, Dr. Ireti Amojo, Tsellot Melesse, Göksu Kunak, Deeshyra Thomas und Idris Aleshinloye. Gesprochen wird über Fankultur, Inklusion, Identität und die gesellschaftliche Kraft von Basketball. Mit diesem umfangreichen Rahmenprogramm ist also wirklich für Jede:n was dabei.
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