LIZ tanzt zu Jersey Club und „Billie Jean“
LIZ ist Macherin. Innerhalb von drei Jahren in der deutschen Rap-Szene hat sie mit „Bleibe echt“ und „Mona Liza“ bereits zwei Alben aus dem Boden gestampft und ist gerade drauf und dran, ihr drittes Werk auf die Welt loszulassen. Bis es im Oktober so weit ist, gibt es erstmal eine neue Single: „Billie Jean“ klingt nicht so sehr nach Moonwalk, dafür mehr nach Jersey Club-Banger der Extraklasse.
Dass LIZ Deutschrap im Blut hat, wissen wir schon seit unserer Untergrund-Doku mit Miriam Davoudvandi. Damals erzählte uns die Rapperin beim Besuch in ihrer Heimat Frankfurt-Ostend: „Meine Mutter hört übertrieben viel Deutschrap. Azad komplett, Bushido, alte Schule halt, Moses Pelham. Ich hatte nie Probleme zuhause Deutschrap zu hören, weil es lief bei uns sowieso hoch und runter.“ Ein paar Jahre später mischt sie selbst in der Szene mit und ist grade gut dabei, ihren Newcomer-Status durch eine wachsende Diskographie und souveräne Live-Auftritte abzuschütteln.
Der nächste Schritt auf dieser Reise: Das dritte Album „Amy Winehouze“, das LIZ am 13. Oktober veröffentlichen will. Als ersten Vorboten aus der neuen Platte sendete die Rapperin bereits im Juni „Main Grau“ voraus. Ein atmosphärisches Stück, mehr Intro als Single, würdiges Bühnenbild für alles, das noch kommt. Kontrastprogramm kam kurz danach mit „Eins Zwei“, ein giftiger Turn-Up-Brecher gemeinsam mit dem Berliner Kollegen Kasimir1441.
Jersey trifft Frankfurt
Mit „Billie Jean“ gibt es nun eine weitere Facette des Albums zu hören und damit auch LIZ’ eigene Interpretation eines zeitgenössischen Trends: Jersey Club! Spätestens seit Lil Uzi Verts „Just Wanna Rock“ kriegt die Rap-Welt nicht mehr genug von den pumpenden Triplet-Kicks von der US-Ostküste. Nun springt auch LIZ auf den Hype auf und fügt ihren eigenen Swagger zur Mischung hinzu. Das Musikvideo liefert die passenden Szenen zu LIZ selbstbewusster Attitüde: Im Cabrio durch die nächtliche Hauptstadt cruisen, Abriss auf der Bühne und im Moshpit, Polizeikontrollen. Denn auch wenn LIZ Einflüsse aus Übersee verarbeitet, gilt wie immer das Credo, dem die Rapperin ihr erstes Album gewidmet hat: Bleibe echt!
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