Lostboi Lino bietet „Hilfe“ für den nächsten Breakup
Nachdem der Stuttgarter Rapper Lostboi Lino Anfang des Jahres sein neues und erstes richtiges Album „Phase“ für den 21. Juli angekündigt hat, ist er fleißig am Singles releasen. Nun erschien bereits der fünfte Vorbote auf die Platte – „Hilfe“ heißt er und könnte dem einen oder der anderen vielleicht Hilfe leisten, um über einen Heartbreak hinwegzukommen.
Die meisten kennen dieses Loch, in das man gerne mal fällt, nachdem eine Beziehung vorbei ist. Plötzlich liegt da niemand mehr neben einem im Bett, die Nummer, die man sonst ständig gewählt hat, ist nicht mehr erreichbar. Man versucht sich abzulenken, rausgehen, Gläser füllen. Doch Lostboi Lino versucht in „Hilfe“ nicht Trost zu spenden, eher akzeptiert – ja vielleicht resigniert er – das Ende einer Beziehung: „Lass mich hier drin allein / ich komm’ schon selber raus / auch wenn alles so scheint / als ob ich Hilfe brauch’“.
Auch klanglich wiegt sich der Musiker in der Melancholie. Die schweren Gitarren erinnern an Nirvana, der Gesang (oder ist es nun doch Rap?) ist laidback und irgendwie cool. Lostboi Lino einem Genre zuzuordnen gestaltet sich etwas schwierig, denn auch wenn er oft eher singt, als rappt, kommen die 808s meist nicht zu kurz. Irgendwas zwischen 90s-Grunge und Rap-Gesang: Lostboi Lino definiert es als „NuRap“. Aber wie auch immer man es nennen will, er schafft es, mit seiner Musik zornig und emotional und gleichzeitig laidback Gefühle zu transportieren „Ich komm’ nach Haus’ / Du kommst nicht zurück / Nie mehr wieder / Es ist wie es ist.“.
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