Lous and The Yakuza erkennt die Schattenseiten des Ruhms
Lous and The Yakuza hat es wieder getan und mit „Je ne sais pas“ einen richtigen Hit abgeliefert, zu dem noch in diesem Monat ein Musikvideo dazu folgen soll. Doch diesmal war sie nicht alleine daran beteiligt, sondern holte sich mit Sfera Ebbasta einen sehr bekannten Featuregast. Auf dem neuen Track treffen also Belgien und Italien, französisch und italienisch sowie Avantgarde und Trap aufeinander. Aber erstaunlicherweise führt dies nicht zu einer kompletten Reizüberflutung (außer vielleicht in Form von übermäßig vielen Adlibs), sondern die Stimmen und Einflüsse der beiden harmonieren tatsächlich perfekt miteinander. Am deutlichsten wird das im Refrain sichtbar, in dem sich beide in ihren Sprachen abwechselnd ausdrücken.
„Je ne sais pas“ ist einigen vielleicht noch aus Schulzeiten bekannt und bedeutet auf Deutsch: Ich weiß es nicht. Es ist ein melancholischer Song über die Schattenseiten des Ruhmes und dem Gefühl der inneren Leere, trotz all des Geldes und der zahlreichen Fans. Im Laufe der Karriere stellen Medien auch immer mehr die Frage: Wie schafft man diesen Erfolg?
Diese Frage können sich selbst die beiden nicht beantworten, die (von außen betrachtet) den Traum vom Tellerwaschen zum Millionenverdienen verwirklicht haben. Während Lous and The Yakuza sich früher von einem Gelegenheitsjob zum nächsten angelte und zeitweise auf der Straße lebte, brach Sfera Ebbasta schon früh die Schule ab, um schon früh arbeiten gehen zu können und seine Familie zu unterstützen, da sein Vater verstarb. Beide stehen heute da, wo sie sind aufgrund ihrer Liebe zur Musik und weil sie alles auf diese eine Karte gesetzt haben, bis sie glücklicherweise entdeckt wurden. Heute hält die eine ein gefeiertes Debütalbum in den Händen und der andere kann einen Nummer eins Hit nach dem anderen feiern.
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