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Marina verteilt auf “Purge The Poison“ politische Punchlines

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Es gibt genug Künstler:innen, die sich außerhalb ihres Musikkosmos zu aktuellen Ereignissen positionieren, aber nur manche von ihnen wagen auch den Schritt bzw. finden die entsprechende Form, ihre Statements auch Teil ihrer Musik werden zu lassen. Marina ist eine davon und sie scheint sich in ihrem Songwriting gerade sehr wohlzufühlen. 

„Ancient Dreams in a Modern Land“

Ihre Gedanken des letzten Jahres hat sie nun auf zehn Song für ihr im Juni erscheinendes Album verpackt. „Ancient Dreams in a Modern Land“ wird das fünfte Studioalbum der Musikerin heißen, die vormals noch unter dem Künstlernamen Marina And The Diamonds aktiv war. Getreu dem Namen spricht die britische Singer-Songwriterin auf der neuen Platte so einige veraltete Ansichten an und beschäftigt sich mit der Klimakrise, den sozialen Ungerechtigkeiten, der Wohlstandsschere, aber auch der eigenen Selbstbestimmung in einer Beziehung. 

Mit „Man’s World“ gab es im letzten Jahr auch den ersten Vorgeschmack. Der Song war die Antwort auf die Unterrepräsentation von Frauen in technischen Berufen der Musikbranche und wurde als Gesamtkonzept auch nur von diesen durchgeführt. Mit dem neuen Album hat auch Maria Diamandis, wie sie bürgerlich heißt, einen Zugang zur Musikproduktion gefunden und hat an sechs der zehn Songs als Co-Produzentin mit James Flannigan und Jennifer Decilveo zusammengearbeitet.

MARINA – Purge The Poison

Die Reihe an politischen Äußerungen wird nun mit „Purge The Poison“ fortgeführt. Dort adressiert die 35-Jährige sehr direkt große Themen wie unter anderem das Patriarchat und den Kapitalismus. Als roter Faden führt dabei ein Anruf von Mutter Natur durch den Song, der zum Handeln appelliert: „‘What have you been doing? Don’t forget, I am your home / Virus come, fires burn until human beings learn / From every disaster, you are not my master’”. 

Marinas Antwort darauf ist vor allem Einsicht und der Wille zur Veränderung. Sie möchte sich nicht nur selbst, sondern auch andere durch die Bewegung des Feminismus von dem „Gift im System“ reinigen und verdeutlicht damit den Songtitel. Trotz der eingängigen Pop-Ästhetik mit multiplen Gesangslayern und einer treibenden Gitarrenmelodie verliert der Text jedoch nicht an Gewicht. 

Mit ihren Worten zeigt sie ganz explizit aktuelle Beispiele auf, wählt jedoch einen versöhnungsvollen und vor allem hoffnungsvollen Weg. Marina glaubt an die Veränderung und hat bereits einige Schritte auf diesem Weg hinter sich. 

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