Marteria und Die Toten Hosen: „Scheiss Ossis“ treffen auf „Scheiss Wessis“
Vor gut einem Monat kündigten Marteria und Die Toten Hosen ihre gemeinsame Doppel-Single „Scheiss Ossis“ und „Scheiss Wessis“ an. Nun ist es endlich soweit und wir bekommen die geballte Ladung Wessi-Punk und Ossi-Hip-Hop samt „Ost-West-Therapie“.
Die Musiker gehen in ihrer neuen Doppel-Single die auch heute noch spürbare Spaltung zwischen Ost und West mit viel Humor an und sind sich auch nicht zu schade, sich selbst durch den Kako zu ziehen: „Wiesenhof und Tönnies, Bio-Fleisch wird Tradition / Bei uns gibts Kaviar selbst in der Bahnhofsmission„, heißt es bei den Toten Hosen aus Düsseldorf und Marteria aus Rostock rappt über Asbest und die Tesla-Fabrik.
In den Musikvideos schließen sie mit einer Ost-West-Therapie daran an, die erfolgreich in Küssen und Umarmungen mündet. Neben den Toten Hosen und Marteria durften als Teil der Therapie bekannte Gesichter wie Katarina Witt, Roberto Blanco, Finch, Heino oder Cem Özdemir aus Ost und West natürlich nicht fehlen.
„Es war ein Riesenspaß, uns zu überlegen, wer dabei mitmachen könnte und wir sind unfassbar glücklich über unsere Gäste. Alle haben sofort den Humor und den Spirit hinter der Idee verstanden und waren mit vollem Körpereinsatz dabei.„, sagen die Musiker.
Nur auf den ersten Blick eine Überraschung
Dass Marteria und Die Toten Hosen unter einer Decke stecken, mag aufgrund der sehr unterschiedlichen musikalischen Richtungen überraschend wirken, doch Rockmusiker Campino und Marten trafen bereits vor zehn Jahren das erste Mal aufeinander, woraus sich eine langjährige Zusammenarbeit und auch tiefe Freundschaft entwickelte. So hat Marteria in der Vergangenheit bereits an einigen Songs der Hosen mitgeschrieben.
Die neuen Singles erscheinen knapp 33 Jahre nach dem Mauerfall, sind aber heute in Zeiten von europaweitem Rechtsruck, Brexit und Ukraine-Krieg relevanter denn je.
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