Maurice Summen und Girlwoman auf digitalen Erkundungswegen im World Wide Web
Diesen Freitag erschien das Coronaalbum „PayPalPop“ von Maurice Summen und ja, es ist tatsächlich ein richtiges Coronaalbum. Auf dem Solo-Debüt des Berliner Staatsakt Labelchefs finden sich nämlich die analogen Beobachtungen der Lockdownspaziergänge wieder, genauso wie der digitalen Erkundungswegen im World Wide Web. Und gerade darum geht es auch in dem gemeinsamen Feature-Song mit Elektro-Pop Newcomerin Girlwoman.
Maurice Summen & Girlwoman –
Alles tut www
„Alles tut www“ heißt die Nummer und kann gerne auch als abgekürzte Form des Internets verstanden werden. Wobei natürlich nur im wörtlichen Sinne, denn Kenner:innen wissen natürlich über das OSI-Modell Bescheid. Doch hier geht es vor allem um Musik und die klingt in diesem Falle sehr clean und metallisch, denn Maurice Summen hat sich von seinen Ghostproduzent:innen seine Vorstellung davon, wie das Internet in der Musik klingt, gießen lassen.
Der neue Song reiht sich damit perfekt in den Kosmos von „PayPalPop“ und dessen AutoTune- und Trap-Ästhetik ein. Hier dominiert das Artifizielle, denn mal ehrlich, das letzte Jahr wurde einfach durch das Digitale-Ich geprägt. So viel Positives die Erfindung des Webs jedoch auch mitbringt, so gibt es auch negative Aspekte, die als subtile Beobachtungskritik im Text von „Alles tut www“ mitschwingen.
Wer von dem Sound nun angesteckt wurde, kann nähere Einblicke in das Album aus dem Interview, das Pia mit Maurice Summen geführt hat, gewinnen:
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