Mayberg überrascht uns mit „Vier Aufnahmen“
„ich habe zuhause vier lieder geschrieben und aufgenommen; dann zuerst auf kassetten überspielt und jetzt sind sie für euch überall.“, so kommentiert Mayberg seinen neuesten Release auf Instagram. Unter dem Post tummeln sich jetzt schon begeisterte Kommentare der Besitzer:innen besagter Kassetten, die schon vor uns in Genuss der vier neuen Songs gekommen sind. Jetzt kann auch der Rest der Welt daran teilhaben und hören, was Mayberg in dem halben Jahr seit dem Release seines „Mini“-Albums getrieben hat.
Alle sind endlos verliebt in Mayberg
Überhaupt lohnt sich hier ein kleiner Rückblick auf diese Veröffentlichung: Songs wie „Hilflos“ und „Wien“ stehen mittlerweile bei mehreren Millionen Streams, ganz zu schweigen von der „Endlos“-Demo, die Maybergs Indie-Pop mit NNDW-Einschlag in die TikTok-Viralität katapultierte. Davon lässt sich der Newcomer aus Leipzig allerdings nicht weiter beeindrucken: Auf seinen Social Media-Kanälen dokumentiert er weiterhin nahbar sein (Tour-) Leben und zeigt sich begeistert und dankbar, von allem was ihm widerfährt. Das scheint auch die neue EP ziemlich unmittelbar zu spiegeln: „Vier Aufnahmen“ klingt wie frisch aufgenommen statt überproduziert, denn Mayberg liebt es bekanntlich, seine Fans an seinem Arbeitsprozess teilhaben zu lassen.
Self Love, Leipzig und Live-Momente
Die EP startet direkt mit einem aufmunternden Self Love-Mantra: „Ja, vielleicht bin ich der schönste Mensch der Welt und weil’s mir eben niemand sagt, sag’ ich es mir selbst“. Dazu die beschwingten, elektronischen Beats und Bass-Arpeggios – das könnte ein Hit werden. Darauf folgt mit „Mein Kind“ eine schwere Piano-Ballade, bei der sich Mayberg auf sein Talent als Songwriter verlässt. „Leipzig“ ist dann nicht nur eine Ode an seine Wahlheimat, sondern gleich auch an das Live-Geschäft: Den leeren Raum zwischen den rhytmischen Indie-Gitarren füllt Mayberg mit Schnipseln seiner Ansagen von der Bühne und endet mit dem Appell: „Passt ein bisschen auf euch auf“.
Der Closer „Sympathisch“ ist dann wieder ziemlich Hit-verdächtig: Eine Indie-Folk-Fusion, wie sie auch schon von Milky Chance perfektioniert wurde, mit einer aufbrausenden Hook, die wohl von Vance Joys „Riptide“ angespült wurde. Trotzdem klingt „Vier Aufnahmen“ so, als hätte sich Mayberg um all diese möglichen Referenzen keine Gedanken gemacht, sondern einfach aus seinem Herzen heraus geschrieben – und das führt ja bekanntlich sowieso zum bestmöglichen Resultat.
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