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Empfehlung des Tages: MCNZI – F12

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MCNZI ist ein Mann mit vielen Namen und mindestens genau so vielen Sounds. Die rangieren von Hip Hop bis Techno, seine Kunstfigur erinnert aber vor allem an die Punk-Bewegung: Abrasierte Haare, gestutzter Schnauzbart und ein provozierender Künstlername lösen beim nichtsahnenden Scrollen alle Alarmglocken aus, das ist verständlich, aber unbegründet. Für rechtes Gedankengut hat MCNZI nur Ablehnung, wurde er mit deutsch-amerikanischem Hintergrund im Randzipfel von Berlin-Zehlendorf groß. Nach vielen Veröffentlichungen über das Berliner Künstlerkollektiv Live from Earth hat er am 1. Mai seine erste EP als „One Man Army“ veröffentlicht. Wie der Name schon sagt, nimmt MCNZI auf dem Tape keinen Blatt vor den Mund und rappt schonungslos über alles, was ihn beschäftigt, so auch in dem Track „F12“. Der Titel ist eine Abkürzung für „Fuck the police“ und richtet sich speziell gegen die Drogenbeamten in den USA. Auf einem brachialem Beat mit Polizeisirenen im Hintergrund teilt der Rapper Erfahrungen, die er mit diesen Polizisten gemacht hat. „Ja, aber Herr Officer, hab‘ nichts dabei! Du suchst nach Flex, für dich hab‘ ich Blei. Ich hab‘ ein’n Ausweis, für dich hab‘ ich kein’n. Ich schlage mich wacker, du mich nur zu Brei“ rappt er. Aus der erfahrenen Ungerechtigkeit hat MCNZI seine Lehren gezogen und protestiert: „1-1-0 wähl‘ ich nie, denn ich bin nicht down mit den Bull’n“.

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