Megaloh flext mit seinen metaphorischen Flow-Muskeln
Seit Jahren ist Megaloh einer dieser Artists, die unter dem großen Rap-Radar schweben, obwohl sie gefühlt zu jeder Zeit qualitativen und erfrischenden Output haben. Für das Moabiter Original kommt noch dazu, dass er aufgrund seines gelebten Aktivismus, der sich auch immer wieder in sozialkritischen Lines äußert, medial gerne als Gesprächspartner in politischen Debatten angefragt wird. Zusammen mit seinem Rapkollegen Gringo aus Neukölln rappte Mega zuletzt in „Für uns“ über die mannigfaltigen negativen Auswirkungen von sozialer Ungerechtigkeit und Ungleichheit. Dass Megaloh aber auch ohne soziale Agenda texten und in feinster Rapper-Manier auf die sprichwörtliche Kacke hauen kann, stellt er mit seiner jüngsten Single „21“ abermals eindrucksvoll unter Beweis. Dazu direkt ein kleiner Funfact: Die Zahl 21 steht für die alte Postleitzahl von Moabit, seinem Heimatbezirk, für den er immer wieder gerne die Fahne hochhält. Auf einem Brecher von Beat, beigesteuert von Black Superman Group Bruder Ghanaian Stallion, lässt Megaloh seine metaphorischen Flow-Muskel spielen und bietet Part für Part neue Rhythmus-Variationen. „Wen wollt ihr darstellen? / Panzer brechen nach ein paar Schell’n / Rapper schreiben nicht, sie krakeln / Ich komm’ hier nur die Linse scharf stellen / Konnte die Bedingung’ klarstellen / Was sind für Aquaman ein paar Wellen? / Viele Hunde und ein paar bellen“. Sehr cool zu hören, dass es Megaloh scheinbar gelungen ist, sich von dem unausgesprochenen medialen Bedürfnis freizumachen, ausschließlich ernste Themen in seiner Musik zu behandeln und dem Tokenismus entgegenzuwirken, der ihm immer wieder widerfährt.
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