Melancholische Synthies mit Friso und „17“
Vielleicht erinnert sich die ein oder andere Person noch an Left Boys „17“, das 2018 erschien. Mit einem ganz anderen Sound hat Newcomer Friso nun seine Single „17“ herausgebracht. Zu langgezogenen Synthie-Klängen wiederholen sich die Zeilen „Lights out / I’m Feeling / Nights out / I’m Feeling“.
Friso trifft mit seinem verträumten Elektro-Pop den aktuellen Zeitgeist. Zusammen mit tuffy und Paula Hartmann produzierte er bereits den Song „hey momma“ und steht auch momentan als Live-Begleitung mit Paula gemeinsam auf der Bühne. Seine Single „Stairway“ war der erste Vorgeschmack für seinen ganz persönlichen Sound, der sich zwischen treibenden Synthies, die auch mal unperfekt klingen dürfen und Hip-Hop Einflüssen bewegt.
Über „Pure Evil“ zu „17“
Auf „Stairway“ folgte „Pure Evil“ und nun „17“. Zu dem Song ist noch kein Musikvideo erschienen, dafür aber zu den anderen beiden und zwar unter Regie seines Bruders Finn, der bereits die letzten Videos für Paula Hartmann drehte. Mit einem durch die Nacht streifenden Friso und einem Sonnenuntergang-triefenden Himmel, löst das „Stairway“ Video, das zwischen Freude und Melancholie schwingt, einen hypnotischen Sog aus.
In „Pure Evil“ wiederum ist Schauspieler Gustav Strunz auf einer Fähre und allein im Zimmer, mit Ausblick auf die vernebelte Stadt zu sehen. „Is this really who we wanna be?“, singt Friso fragend währenddessen.
Man merkt, Frisos Musik ist nachdenklich, fragenstellend und melancholisch. Mit „17“ liefert er aber auch einfach den perfekten Track, um für mindestens drei Minuten etwas nachdenklich in der Vergangenheit zu verweilen.
Das neue DIFFUS Print-Magazin
Titelstory: Ikkimel
Auch im Heft: Noah Kahan, Baran Kok, Josi, Robyn, Philine Sonny und Apsilon.
Dazu große Reportagen über die Vaporwave-Szene in Deutschland, die extreme Metal-Szene in Subsahara-Afrika oder das Rap-Projekt „HaftBars“ in einer Berliner Jugendstrafanstalt.