Mit „Ravage“ erschafft Mogli ein audiovisuelles Pop-Album
Mogli ist bekannt für ihre gefühlvolle Pop-Musik und ihre Dokumentation „Expedition Happiness“, ein Roadtrip-Film, der auf Netflix zu sehen ist. Mit ihrem neuen Album verbindet sie nun ihre beiden Leidenschaften für Film und Musik.
Bei „Ravage“ können die Hörer:innen in ihre Klangwelt eintauchen, sowie auch visuell in die fiktive Geschichte, die die zehn „Musikvideos“ der neuen Songs erzählen. Es beginnt an einem Ort, an dem alle Emotionen unterdrückt werden und aus dem sich die Heldin Bravery/Fear (gespielt von Mogli) befreit. Sie flieht in die Wildnis und schafft es auf einem durchaus steinigem Weg, zu sich selbst zu finden.
Dabei treffen Kampfszenen in der Wildnis auf intime Momente, in denen die Protagonistin ganz auf sich allein gestellt ist, wie in der Szene zum Song „Ghost“. In dieser setzt sie, ähnlich wie Maddie Ziegler in Sias „Chandelier“, durchs Tanzen den Kampf mit sich selbst eindrucksvoll in Szene. Und das alles in einem verwunschenem Setting mitten im Wald.
Mysthischer Rave im Wald
Eine weitere Tanzszene, die vielleicht sogar das Herzstück des Films bildet, folgt im nächtlichen, durch stroboskope Lichter erleuchteten Wald zu den Klängen von „Animal“. Während sie fast schon meditativ die Zeile „Let me be your animal“ singt, verschwinden die Körper immer wieder in der Nacht und zwischen den Bäumen.
„Animal“ ist einer der elektronischeren Songs des Albums und zeigt, dass sich Mogli in eine neue musikalische Richtung bewegt. Die emotionale, zarte Pop-Musik, die wir von ihr kennen, trifft auf dem neuen Album auf experimentelle Synthie-Klänge.
Sie spannt mit ihrem neuen Album den Bogen zwischen Dystopie und Utopie, kontemporärem Tanz und Schauspiel und verbindet all das natürlich mit ihrer Musik. Hingebungsvoll werden so die vielen Bewegungen und Begegnungen verträumt, energetisch oder sanft untermalt und laden – mit oder ohne die Videos – zum Träumen ein.
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