moé sampelt auf „Großstadtkinder“ Ludovico Einaudi
Die einen lieben ihn, die anderen hassen ihn und spätestens seit dem Film „Ziemlich beste Freunde“ aus dem Jahr 2012, können alle Klavierlehrer:innen ihn im Schlaf – die Rede ist von „Una Mattina“ von Ludovico Einaudi. Die französische Tragikomödie brachte die emotionale Klavier-Nummer vor rund 14 Jahren in den Mainstream und packte Ludovico Einaudi auf die Karte für Hobby-Pianist:innen. Den verletzlichen Flair des Stücks überträgt moé nun auf seine neue Single „Großstadtkinder“, in der er „Una Mattina“ sampelt.
Ludovico Einaudis einprägsame Klavier-Melodie bildet das vertraute Soundbett, über dem moé vom Gemütszustand seiner Generation erzählt. Auch wenn er dabei immer wieder auf spezifische Beispiele zurückgreift, wird im Laufe des Songs das wir-Gefühl ganz deutlich – denn moé spricht nicht nur für die Großstadtkinder, sondern für alle. „Großstadtkinder / Mehr-Sorgen-von-Monat-zu-Monat-Kinder / Nicht-zuhause-fühlen-obwohl-man-da-schon-paar-Jahre-gewohnt-hat-Kinder“.
Die Single ist mit einer Laufzeit von knapp zwei Minuten zwar kurz, aber dafür umso eindringlicher! Streicher intensivieren die Melancholie, die das Einaudi-Sample und moés nachdenkliche Lyrics transportieren und eine bedrückende Stimmung entfaltet sich. Ob sich diese auch über seinem kommendes Album „GESCHICHTEN DIE WIR NIEMANDEM ERZÄHLEN“ ausbreiten wird? „Großstadtkinder“ bildet nämlich das Intro des Langspielers.
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