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Empfehlung des Tages: Moritz Krämer – Um raus zu sein

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Moritz Krämer ist Vollblutkünstler. Er ist Filmregisseur, schreibt Texte und singt sie, seit einigen Jahren auch mit Francesco Wilking zusammen in der Band „Die Höchste Eisenbahn“. Was an all diesen Bereichen absolut unromantisch ist, aber dazugehört, sind Verträge. 2018 und 2019 widmete Krämer diesem Thema ein Doppelalbum namens „Ich hab’ einen Vertrag unterschrieben 1 & 2“. Als Künstler hat man oft sein Leben lang mit Verträgen zu tun, die nicht selten mit der künstlerischen Freiheit und Entfaltung nagen. Oft entstehen dann nur Lieder, die dazu dienen sollen, den Vertrag zu erfüllen und „Um raus zu sein“. So heißt ein Song aus dem ersten Teil des Doppelalbums. „Wir können Lieder schreiben, eins nach dem andern, die uns nicht interessieren, bei denen das Herz nicht bricht,“ sing Moritz Krämer zu Beginn des Songs und gewährt uns Eintritt in seine Gedankenwelt. Trotz Plattenverträge schafft er es dennoch immer wieder aufs Neue, echte Gefühle zu transportieren. Nicht unbeteiligt sind daran seine einzigartigen Texte und seine zerbrechliche gefühlvolle Stimme, die aus der harten und strengen deutschen Sprache Poesie macht.

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