Nach Missbrauchsvorwürfen: Plattenfirma beendet Zusammenarbeit mit Marilyn Manson
„Der Name meines Peinigers ist Brian Warner, der Welt auch bekannt als Marilyn Manson. Er fing an mich zu groomen („Grooming“ bedeutet die Anbahnung pädokrimineller Handlungen mit Kindern und Jugendlichen, Anm. d. Verf.)“ als ich ein Teenager war und misshandelte mich Jahrelang schrecklich. Ich wurde einer Gehirnwäsche unterzogen und in die Unterwerfung manipuliert. Ich habe es satt in Angst vor Vergeltung, Verleumdung und Erpressung zu leben. Ich bin hier, um diesen gefährlichen Mann zu entlarven und die vielen Industrien anzuprangern, die ihm sein Verhalten erst ermöglicht haben, bevor er weitere Leben ruiniert. Ich solidarisiere mich mit den vielen Opfern, die nicht länger still sein werden.“, heißt es in dem Post auf Instagram, der innerhalb eines Tages über 300.000 Likes akkumulieren konnte.
Loma Vista Recordings, Marilyn Mansons Plattenfirma hat nach den erhobenen Vorwürfen ebenfalls ein Statement veröffentlicht, in dem sie erklären, dass sie die Promotion für das aktuelle Album umgehend einstellen und in der Zukunft nicht weiter mit Marilyn Manson arbeiten werden. Auch die Produzenten der Amazon-Serie „American Gods“, in welcher der Musiker in der kommenden Staffel einen Gastauftritt hatte, erklärten, dass sie die Szene mit Marilyn Manson streichen werden.
Das Statement von Evan Rachel Wood im Original
Rechtliche Schritte und eine ausgedehnte Ermittlung wurden von der kalifornischen Senatorin Susan Rubio schon Mitte Januar mit einem ausführlichen Brief an das FBI und den amtierenden General Anwalt Monty Wilkinson dringlichst eingefordert. Schon 2011 standen solche Vorwürfe gegen Marilyn Manson im Raum, damals wurde die Anklage jedoch aus Mangel an Beweisen und wegen Verjährung fallen gelassen.
Der Brief von Senatorin Susan Rubio
Das neue DIFFUS Print-Magazin
Titelstory: Ikkimel
Auch im Heft: Noah Kahan, Baran Kok, Josi, Robyn, Philine Sonny und Apsilon.
Dazu große Reportagen über die Vaporwave-Szene in Deutschland, die extreme Metal-Szene in Subsahara-Afrika oder das Rap-Projekt „HaftBars“ in einer Berliner Jugendstrafanstalt.