Nach Sylt-Video: „L’Amour Toujours“ wird auf dem Oktoberfest verboten
Seit Pfingsten geht ein Video viral, in dem auf einer Party auf der Insel Sylt rassistische, rechtsradikale Äußerungen von jungen Menschen gegrölt werden. „Deutschland den Deutschen, Ausländer raus!“ lauten die Zeilen von den Sylt-Urlauber:innen, von denen einer sogar den Hitlergruß andeutet. In der „Pony“-Bar feiern die überwiegend jungen Menschen zu dem Lied „L’Amour Toujours“ von Gigi D’Agostino, auf das die rechtsradikalen Zeilen umgedichtet wurden.
Das Netz explodiert in Folge der Veröffentlichung des Videos. Tausende User:innen reagieren auf Social Media auf den viralen Clip, so gut wie alle darauf zu sehenden Menschen wurden identifiziert, einige bereits gefeuert. Der Staatsschutz nahm Ermittlungen wegen Volksverhetzung und des Verwendens verfassungswidriger Kennzeichen auf. Die Staatsanwaltschaft Flensburg bestätigte Ermittlungen gegen die Verdächtigen und Bundeskanzler Olaf Scholz postete auf X (ehemals Twitter): „Solche Parolen sind eklig. Sie sind nicht akzeptabel.“
Verbot auf den Wiesn und bei der EM-Fanmeile
Und es folgen weitere Konsequenzen auf das Verhalten der Beteiligen. So hat zuerst das Münchner Oktoberfest den Song „L’Amour Toujours“ mit einer „Null-Toleranz-Grenze“ verboten, wie Oktoberfest-Chef Clemens Baumgärtner verkünden lässt. Wenig später ziehen auch die Verantwortlichen der EM-Fanmeile am Brandenburger Tor nach. Auch hier wird der Song im Rahmen der EM-Feierlichkeiten nicht gespielt, um einen erneuten Vorfall zu vermeiden.
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