Nach zehn Jahren Krise: Döll wünscht sich „5 Sekunden“ Flex
Im Januar 2021 feiert das von seinen Fans und der Szene langerwartete Debütalbum des Darmstädter Rappers Döll nun schon seinen zweiten Geburtstag. Auf der Platte setzt sich Fabian Döll mit einer einnehmenden Dringlichkeit mit seinen inneren Dämonen auseinander. Er thematisiert unter anderem seine Lebenskrisen, seine Spielsucht sowie die Beziehungen zu seinem Vater und seiner Ex. Mit einem Druck in der Stimme und einem einzigartigen Flow, der seine dunkle Gedankenwelt perfekt widerspiegelt, schafft er es, auf 13 Anspielstationen seine ZuhörerInnen in ebendiese zu entführen und dort zu bannen. Im gleichen Jahr folgte die „Nie oder Jetzt.“-Tour, von der BesucherInnen mit großen Augen von den unfassbaren Live-Skills des Eppertshauseners und der atemberaubenden Atmosphäre in den Venues dieses Landes berichteten. Mit „5 Sekunden“ veröffentlicht Döll nun eine weitere, herzzerreißend ehrliche Reflexion seines Lebensweges. „2015 fing ich an mit Roulette, 16 zog ich nach Berlin / spielte 17 nurnoch Blackjack, war 18 zum 9. mal clean / Hab mich dabei mehrfach ruiniert, wurde therapeutisch betreut / Sitz in meinem ersten Termin, während meine Live-Wette noch läuft / Denk nichts als an den Cashout, als wir grad’ meine Kindheit besprechen / Doch ich hör’ nicht mit dem Dreck auf, fühl’ mich so als bin ich besessen“ lässt Döll in kraftvoll und doch gebrochener Manier verlauten. Ungeschönt offenbart er seinen Kampf gegen eine Drogensucht und lässt ZuhörerInnen wissen, wie es überhaupt dazu kam. Gewohnt hart, gewohnt atemberaubend und stets fesselnd, wie tragisch. Schon vor drei Tagen kündigte Döll übrigens seine neue Platte „Kultur“ an. Somit stellt „5 Sekunden“ wohl die erste Single des am 18. Dezember erscheinenden Nachfolgers von „Nie oder jetzt.“ dar. Wir sind jedenfalls sehr gespannt!
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