Neuanfang mit neuem Namen: Soft Play veröffentlichen Album „Heavy Jelly“
Freundschaft in Scherben, persönliche Schicksalsschläge und eine Karriere, die nicht so läuft wie geplant – die letzten Jahre dürften für Isaac Holman und Laurie Vincent eine Achterbahn der Gefühle gewesen sein. Mit dem neuen Album „Heavy Jelly“ und neuem Band-Namen wollen die zuvor als Slaves bekannten Briten diese Zeit nun hinter sich lassen und als Soft Play einen Neuanfang wagen.
Das ganze kling brachialer, lauter und härter als bisher von der Band gewohnt. Wo sie vorher den „klassischen“ Brit-Punk-Rock vertreten haben, sind ihre neuen Tracks viel mehr im (Nu-) Metal verordnet, mit Gitarren-Riffs, kehligen Schreien und allem Drum und Dran.
Völlig losgelöst
Was sie sich jedoch beibehalten haben: Den ironischen Blick auf das Leben, der in Tracks wie „Act Violently“ – eine Hasstirade auf E-Scooter – durchkommt. Außerdem wären da noch Songs wie „John Wick“, eine trashige Ode auf den Film-Character oder die erste Single-Auskopplung „Punk’s Dead“, in deren Musikvideo Robbie Williams einen Cameo-Auftritt hat.
Durch ihren Neuanfang konnten Soft Play sich von allen Erwartungen befreien und sich ganz auf das konzentrieren, was ihnen am meisten Spaß macht. Auf elf Songs zeigt das Duo so eine losgelöstere und experimentierfreudigere Version von sich selbst – und kann allem voran die gemeinsame Freundschaft durch die Arbeit an „Heavy Jelly“ wieder zum Leben erwecken.
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