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Auf seiner neuen EP “Before” findet James Blake endlich den Mut, seine Stimme über Dance-Beats zu legen

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Für James Blake-Fans war 2020 bisher ein sehr erfolgreiches Jahr. Während der britische Produzent Anfang des Jahres ähnlich wie viele andere KünsterInnen auch, den Corona-Lockdown dazu nutzte, um den IGTV-Bereich seines Instagram-Profils mit eindrucksvollen Cover-Versionen von Frank Ocean, Billie Eilish oder Nirvana zu füllen, folgten in den vergangenen Monaten insgesamt vier taufrische Singles aus dem Hause Blake – darunter auch das zuvor schon in den sozialen Netzwerken veröffentlichte, emotionale Frank Ocean-Cover „Goodspeed“. Nun schob der Singer-Songwriter überraschenderweise und ohne überschwängliche Promo-Phase seine clubtaugliche EP „Before“ hinterher. Darauf besinnt sich der 32-Jährige, der in den letzten Jahren eher für seine melancholisch-elektronische Popmusik gefeiert wurde, wieder auf seine Wurzeln und geht zurück an die Anfangsjahre seiner bisherigen Karriere. „Before“ überzeugt mit vier tanzbaren und futuristisch klingenden Songs, bei denen nicht – wie in der Vergangenheit oft – gesampelte Vocals den gewünschten Club-Vibe erzielen, sondern James seiner Stimme zum ersten Mal selbst die Chance gibt, auch auf rhythmischen Elektro-Dance-Beats zu performen. Im Pressetext zur EP-Ankündigung, der durch Pitchfork zitiert wird, erzählt Blake, dass die EP ein musikalisches Statement dafür geworden ist, dass er endlich das Vertrauen dazu erlangt hat, seine eigene Stimme über Dancefloor-Beats zu legen. Das Ergebnis kann sich definitiv sehen und hören lassen. Der Titeltrack „Before“ erscheint zeitgleich mit der EP und einem Musikvideo im Quarantäne-Stil, in dem die eigenen vier Wände durch die verschiedensten Performances begnadeter TänzerInnen zur eigenen Tanzfläche werden und man selbst als ZuschauerIn fast schon dazu gezwungen ist, mit zu wippen. Wer sich von der Tanzbarkeit der Tracks selbst überzuegen möchte, der sollte die Boiler Room Session am 16. Oktober mit James Blake nicht verpassen.

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