Neue EP: Moé ist immer noch auf der Suche nach sich selbst
Wer Moés neue EP „…bis ich aufprall’“ hört, würde vermutlich nicht auf die Idee kommen, dass die Songs bei Sonnenschein in einer kleinen Küstenstadt auf Mallorca entstanden sind. Genau dort hat Moé im Sommer des vergangenen Jahres einige Wochen lang an neuer Musik gearbeitet. Die Songs auf seiner zweiten EP klingen dagegen schwer, düster, melancholisch.
Das liegt zum einen am Sound. Alle sechs Songs sind eher ruhig und reduziert, geprägt von Klavier- und Synthie-Sound. Dazu singt Moé viel mit Autotune, teilweise ist seine Stimme verzerrt. Die schwere Stimmung erzeugt der Newcomer zum anderen mit seinen Texten. Die Songs drehen sich um Themen wie Selbstzweifel, Leere und Einsamkeit. Moé scheint noch nicht so recht zu wissen, wo sein Platz auf dieser Welt ist. „Wohnzimmer bis unter die Decke mit Leere gefüllt / Im Augenblick ist irgendwie nichts so, wie es sein soll / Aber wie soll’s überhaupt sein?“, fragt sich Moé in der Strophe von „Aufprall“.
Für den Track „Taub“, der wie „Eisen“ und „Stille Leitung“ bereits als Vorab-Single rausgekommen war, hat sich Moé Unterstützung von seinem Kumpel Friso geholt. Beide sind Teil des losen Kollektivs Tooloudfortheroom, zu dem auch Paula Hartmann gehört. „Glaub‘, ich hab‘ Fernweh nach Heimweh / Fresse taub, ich spür‘ viel zu lang nichts mehr, was ich vermissen kann / Nur Leere auf dem Heimweg / Ich hab‘ Fernweh nach Heimweh“, singt Moé in der Hook, die die Stimmung der EP gut zusammenfasst.
Moés erste zwei Solo-Shows sind ausverkauft
Bei seinen Fans kommt Moé, der nach „Zwischen Fallen und Fliegen“ mit „…bis ich aufprall’“ seine zweite EP veröffentlicht hat, mit seinen schweren, düsteren Songs gut an. Im Februar und März spielt der Newcomer seine ersten beiden Solo-Konzerte, in Hamburg und Berlin. Beide Shows sind bereits ausverkauft. Auf Instagram schrieb Moé dazu kurz vor dem Jahreswechsel: „Ich hätte niemals, niemals damit gerechnet, dass das so schnell passiert.“
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