Neue Single „Ende“: Nina Chuba auf emotionaler Achterbahnfahrt
Das „Ende“ ist nicht einfach da. Es baut sich langsam auf. Fast eine halbe Minute leiten die Instrumentals den Anfang vom „Ende“ ein. Sie erzeugen die Spannung zwischen einer geladenen und gleichzeitig sanftmütigen Stimmung. Dann erst fängt Nina Chuba an. Rasend mit Tunnelblick in der S-Bahn und der Message: Die Luft ist raus!
„Ende“ von Nina Chuba ist wie ein sanfter Stich ins Herz. Verletzend und bittersüß zugleich. Manchmal gelangt eine Beziehung nunmal an den Punkt, an dem klar ist: „Ich hab mich verlaufen und fang an zu glauben, ich bin bei dir falsch“. Kein Ausweg. Einfach am Ende. Und das tut weh. Gleichzeitig ist es aber auch wie ein Befreiungsschlag, wenn wir verstehen, „wir beide waren von Anfang an keine gute Idee“. Nina schafft es, diesen Moment der Realisation, das Ende des Wirrwarrs der Gefühle in ihrem neuen Song „Ende“ einzufangen.
Ein stummer Schrei nach was?
Auf Soundebene spielt der Track mit dem Dualismus des Endes. Durchgängig pulsiert der sanfte, gutmütige Bass. Wie die leise Vorahnung, die man ja eh schon lange hatte. Und im Gegensatz dazu die snarry E-Gitarre, die immer wieder schrill mitten ins Herz sticht, wie die plötzliche Erkenntnis, dass nun das Ende gekommen ist. Darüber legt sich Ninas elektronisch verzerrter Schrei, der sich anhört, als würde sie wirklich keine Luft mehr bekommen. „Wo bist du, wenn mein Herz zerreißt“, fragt sie sich dabei.
Nina Chuba Manier
Die Vielschichtigkeit, die Nina Chuba in ihren Songs an den Tag legt, ist spätestens seit ihrer EP „Farbenblind“, die Ende letzten Jahres erschien, keine Neuheit mehr. Mit ihrer Stimme und einem kaleidoskopartigen Spektrum an Musikelementen schafft es die Sängerin, sowohl tiefe Emotionen zu vermitteln, die Gänsehaut über die Arme jagen oder aber auch locker, leicht befreiende Emotionen freizusetzen, die niemanden still stehen lassen.
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