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In „Jōshi (Alles besiegt)“ erzählt Kaltenkirchen die Geschichte zweier Liebender

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Das tragische Ende einer Beziehung, wie wir es aus Shakespeares „Romeo und Julia“ kennen, hält vor wenigen Tagen auch Einzug in Kaltenkirchens neuer Single „Jōshi (Alles besiegt)“. Dass der Musiker keine Angst davor hat, Tabus in seinen Songs offen anzusprechen, beweist er zuletzt mit seiner Single „Trocken“. Darin behandelt der Künstler das Thema Panikattacken, die er mit Einsetzten des Lockdowns zu Beginn der Pandemie selbst erlebt und ein beklemmendes Gefühl zu seinem ständigen Begleiter wird. Nach der Veröffentlichung von „Trocken“ sollte ursprünglich „Risiko“ als Folgesingle im Dezember dieses Jahres erscheinen, doch als die Studioaufnahmen und der bevorstehende Videodreh zum Song aufgrund eines positiven Coronafalls abgebrochen werden müssen, kann die Single nicht planmäßig fertiggestellt werden. Mit der Zwangsisolation, in die sich Kaltenkirchen ebenso wie sein Management und sein Produzent begeben muss, setzen bei dem Sänger plötzlich starke Depressionsschübe ein, die den Plan, die trappige Single „Risiko“ als Nächstes zu veröffentlichen, zusätzlich über den Haufen werfen. Stattdessen ist sich das Team einig, dass „Jōshi (Alles besiegt)“ nun stattdessen das Licht der Welt erblicken soll. Die Thematik des Songs ist dabei ebenso traurig wie sein reduzierter Aufbau, der nur aus Gitarre, Gesang und den vertrauenten Lauten der Möwen besteht, klingt. Denn Jōshi bezeichnet in Japan den gemeinsamen Suizid zweier Liebender, die keine andere Möglichkeit sehen, weiterhin vereint zu bleiben, ähnlich wie bei „Romeo und Julia“. Doch im asiatischen Raum gilt dieser Tod nicht etwa wie in der westlichen Kunst als zu beklagende Tragödie, sondern viel eher als romantisches Ende und dient somit als Inspiration für die Geschichte in „Jōshi (Alles besiegt)“.

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