Mit ihrem neuen Song halten Disarstar und Dazzit fest, wie „Sick“ unsere Welt ist
Fragt man Disarstar nach seinem vergangenen Jahr, dann bekommt man ohne zu zögern folgende Aussage: „Letztes Jahr war das beste Jahr meines Lebens“. Disarstar veröftentlicht Mitte Februar 2019 sein Album „Bohemien“, spielt eine äußerst erfolgreiche Tour und darf als persönliches Highlight auch das Fusion-Festival von seiner Checkliste streichen. Ziemlich genau ein Jahr später steht die Veröffentlichung seines nächsten Albums „Klassenkampf und Kitsch“ an, auf welchem sich der Hamburger Rapper nochmal um einiges konkreter mit gesellschaftlichen Themen beschäftigt, wie er uns im Interview zum Album erzählte. Scheinbar strotzt Disarstar nur so vor Energie, mit seinem neuen „Sick“ deutet er schon das nächste Projekt an. Das Rosa des letzten Album-Covers ist gänzlich verschwunden, sowohl vom Instagram-Feed als auch von dem dazugehörigen Video. Stattdessen ist visuell alles in einer finsteren Schwarz-Weiß-Ästhetik gehalten. Dementsprechend düster und hart klingt „Sick“ tatsächlich auch, denn in seinen Parts stellt Disarstar die Perspektiven (bzw. den allgegenwärtigen Mangel) der ärmeren 90% der Menschen dar: „Eklige Szenen, wie von nem ander’n Planeten / Prügeln und stechen, hier wo so viele von paar Euro Hartz und Pfandsammeln leben / Soll’n mal die anderen wählen gehen, als ob die Misere sich ändert / Dein Chef hat nen Lambo und zahlt dir 8.50 €, wer ist hier Gangster?“. Mit einer düster-melodiösen Hook und energetischen Adlibs unterstützt der Newcomer Dazzit den Song und rundet ihn mit seinem Beitrag einfallsreich ab.
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