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Neuer Song „Numb“: Grim104 und LGoony wollen nichts mehr fühlen

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Noch vor knapp zwei Jahren hat uns Grim104 als Graf Grim auf seinem ersten Soloalbum „Das Grauen, das Grauen“ heimgesucht. Seitdem war es eher still in der Diskographie des Rappers, aber Grim war keineswegs untätig. Zusammen mit Testo hat er im Rahmen seiner Band Zugezogen Maskulin das Brandenburger Tor zum Anlass des Mauerfall-Jubiläums mit „Endlich wieder Krieg“ beschallt und ein schockiertes Publikum zurückgelassen. Außerdem haben Zugezogen Maskulin 2020 ihr Album „10 Jahre Abfuck“ veröffentlicht und sind mit „Zum Dorfkrug“ in die Podcast-Welt eingetaucht: über zwei Staffeln hinweg haben sie mit verschiedensten Gästen über das Aufwachsen und Leben in Provinz und Kleinstadt gesprochen.

Aus Gruft wird Videothek – ein neues Album von Grim104 kommt

Nun kehrt Grim104 auf die musikalische Bildfläche zurück, den Dracula-Umhang hat er aber längst abgestreift. Stattdessen begibt sich der Wahlberliner in die schummrigen Gänge einer alten Videothek, die das Cover seines kommenden, zweiten Albums „Imperium“ ziert. Videothek, ein Wort wie ein Dinosaurier, eine Einrichtung, die die Zeit längst obsolet gemacht hat. Vor einigen Dekaden hätte das niemand gedacht, dass die Ära der VHS-Kassetten und später DVDs irgendwann mal vorbei geht – wie auch niemand gedacht hätte, dass das römische Reich oder ein beliebiges anderes Imperium einmal in sich zusammenfallen würde. 

Aber vom baldigen Ende des Weltreichs Videothek ist zu Beginn der ersten Grim-Single seit 2019 nichts zu spüren. „Numb“ beginnt mit Klavier und Vogelzwitschern – aber die Idylle trügt. „Ist es nicht grausam? / Die Sonne sie scheint auch, wenn du weinst, wenn du zittert / Wärmt dich mit Strahlen aus Licht, während du schreist und während du Schiss hast“, rappt Grim104 und steht dabei im Musikvideo mit Paranoia am Fenster wie Malcolm X.

„Alles tut weh“

Life is pain – und Grim wünscht sich Betäubung gegen diesen Schmerz. Dem schließt sich in der Hook ein ungewöhnlich ernster LGoony als Feature-Gast an: „Ich krieg keine Luft, ich kann nicht mehr laufen / Ich brauch eine Pause, lass mich kurz chillen / Denn alles tut weh“. Diese gepeinigten Zeilen und die natürlich gehaltene Stimme stehen dem Rapper aus Köln und fügen sich stimmig in das Gesamtbild von „Numb“. 

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Eine zweite Ebene wird mit dem Musikvideo zum Song aufgemacht: Wir sehen Grim und LGoony erst in einem Hotelzimmer, später dann auf der Autobahn. Dazwischen immer wieder Banknoten, Gummimasken, eine Waffe – Bilder, die eine größere Handlung andeuten. 

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