Neujahrs-Grüße aus Atlanta: 21 Savage veröffentlicht Doppel-Single
2016 standen Lil Uzi Vert, Kodak Black, Lil Yachty, Denzel Curry und 21 Savage Seite an Seite in der Freestyle Cypher des US-Magazins XXL. Ihr Auftritt sorgte für Kontroverse und Diskussionen, die einen sahen hier die Zukunft des Raps, die anderen dessen Todesstoß. Fünf Jahre später ist der US-Hip Hop noch quicklebendig und jeder der fünf oben genannten Rapper hat sich einen respektablen Ruf in der Szene erarbeitet.
So auch 21 Savage. Sein harter Straßen-Rap aus Atlanta wird von Nachwuchs-Trappern und Hip-Hop-Mogulen wie J. Cole gleichermaßen gefeiert. Mit letzterem entstand der reflektierte Gospel-Track „a lot“, der den Künstlern sogar einen Grammy für „Best Rap Song“ eingebracht hat. Auf seinen beiden „Savage Mode“-Projekten in Kollaboration mit Produzent Metro Boomin zeigt 21 Savage dagegen seine dunkle Seite. „Savage Mode II“ aus dem Jahr 2020 markiert außerdem die letzten Veröffentlichung von 21 Savage auf Albumlänge. Nun scheint sich etwas Neues anzubahnen: Zum Neujahrs-Abend hat der Rapper gleich zwei neue Singles in einem gemeinsamen Musikvideo veröffentlicht.
21 Savage – No Debate / Big Smoke
Das neue Single-Paket zeigt ein weiteres Mal den Facettenreichtum von 21 Savage. „No Debate“ kommt mit einem nostalgischen Beat und gesampelten Gesangs-Fetzen daher, während 21 Savage puren Realtalk aus dem Leben eines Trap-Stars liefert: „My daddy broke my momma heart, why she carry me? / I don’t respect him enough to even ask him for the clarity“.
Wenige Zeilen später bricht dann die Stimmung und der zweite Song, „Big Smoke“, wird eingeläutet. Wo der Rapper gerade noch sein Herz ausgeschüttet hat, heißt es nun wieder: „Slaughter Gang 4 Life“. Begleitet von einem verstimmten Trap-Beat erzählt 21 Savage von Hausbesuchen mit schwerem Geschütz und Zeugenaussagen vor Gericht: „I’m a god fearin’ man but for my brother I get on that stand and lie“.
Mit seinem neuen Musikvideo beweist 21 Savage einmal mehr, dass er mühelos zwischen melancholischen Stücken und Drive-By-Soundtrack hin und her springen kann. Übrigens kann man bisher weder „No Debate“ noch „Big Smoke“ auf den gängigen Streaming-Plattformen finden. Genau so fehlen auch jegliche Informationen zu einem kommenden Projekt. So oder so: Das neue Jahr hat der selbst ernannte „Saint Laurent Don“ mit seinen neuen Songs schon mal gebührend eröffnet.
Das neue DIFFUS Print-Magazin
Titelstory: Ikkimel
Auch im Heft: Noah Kahan, Baran Kok, Josi, Robyn, Philine Sonny und Apsilon.
Dazu große Reportagen über die Vaporwave-Szene in Deutschland, die extreme Metal-Szene in Subsahara-Afrika oder das Rap-Projekt „HaftBars“ in einer Berliner Jugendstrafanstalt.