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„normal dass du angst hast“: Finsterer Indie-Rap von Tom Taschenmesser und Krakus

Posted in: News

Dunkle Töne, pfeifende Synthies und düstere Texte erzeugen bei dem ersten gemeinsamen Projekt der Wuppertaler Tom Taschenmesser und Krakus eine aufgekratzte Stimmung. Die beiden Künstler ziehen ihr Publikum hinein in die alltäglichen Abgründe zwischen Erschöpfung, Müdigkeit und Gier, wobei Toms markanter Sprechgesang auf Krakus‘ melodische Stimme treffen.

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Entstanden ist die Platte 2020/2021 auf eine ungewöhnliche Art und Weise als Krakus den Papierkorb seines Mac durchforstete und einige Soundperlen zum Vorschein traten. Kurzerhand rief er Tom Taschenmesser an um die EP in mehreren Sessions zu entwickeln.

Das Intro bildet „Träume“, in dem Tom die Zeilen „Das Taxometer läuft völlig ohne Gnade / Du bist ja selber Schuld wenn du glaubst was ich so sage / Rettung aus beengten Räumen / Was wir nicht alles machen könnten / Man darf ja wohl noch träumen / Man wird ja wohl noch träumen dürfen“, geradezu sarkastisch ins Mikro schmettert.

Der Kommissar geht rum

Nahtlos folgt der Übergang zu „Kommissar“, bei dem Krakus den Text ins Mikro haucht. Seine stimmliche Zurückgenommenheit unterstreicht das Gefühl der Beklommenheit während einzelne E-Gitarren Akkorde angespielt werden und Tom den beunruhigend monotonen Rhythmus durchbricht mit seinem: „Es organisiert sich doch um uns herum / Und wir uns schonmal gar nicht / Wir zwei uns schon mal gar nicht  / Und jetzt gib Pillen gegen Panik“.

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Das Aufkommen von Panik spiegelt sich auch in den Songs „Leere Stühle“ und „Schluchten“ wider, in denen schräge Synthies vordergründig werden, die die titelgebende Aussage: „normal dass du angst hast“ unterstreichen. Die beiden Songs sind wie auch „Kommissar“ über Wochen und Monate gewachsen, wohingegen „Träume“ oder „2,3 Brutto“, ein ebenfalls sehr kurz gehaltener Track, in One-Takes improvisiert wurden.

Die Kombination der beiden Musiker erzeugt nicht nur ein Spannung geladenes Soundbild, das einen nicht mehr so schnell loslässt, sondern fordert auch dazu auf, sich mit den eigenen Ängsten auseinanerzusetzen.

Übrigens werden die Einnahmen der EP an KOP (Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt) gespendet.

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