I thought I was safe in here – Novaa erzählt in „Cyber Room“ von sexueller Belästigung im Internet
„Ich wollte Unterwäsche in einem second hand-Onlineshop verkaufen, der hauptsächlich Raum für junge StudentInnen ist (…) Ein Typ schrieb mir, er sei interessiert an der Unterwäsche, als Geschenk für seine Freundin. Er hat nach Bildern von mir in der Unterwäsche gefragt, damit er sichergehen kann, dass sie seiner Freundin passt. Natürlich habe ich nein gesagt (…) er fragte immer wieder und bot mir sogar Geld dafür“ – und es bräuchte vermutlich noch nicht einmal diese genauen Hintergründe zum Song, um zu dem Ergebnis zu kommen, dass sich „Cyber Room“, dem Fehlverhalten einer männlichen Person, viel deutlicher noch der sexuellen Belästigung annimmt. „I thought I was safe in here“, bricht Novaa gleich zu anfang mit der Illusion, Foren, Onlineshops oder andere Internet-Communities könnten Safe Space für Frauen sein. In Wirklichkeit bietet ein Großteil dieser Plattformen vor allem Männern die Möglichkeit, unter dem Deckmantel der Anonymität, der Belästigung schuldig zu werden, meist ohne dafür zur Rechenschaft gezogen zu werden. Novaa zieht in „Cyber Room“ eigenständig Rechenschaft, in dem sie ihre Geschichte mit Zeilen wie „You disgust me, the way that you texted me, the way that you offer me money“ öffentlich macht und sich im zugehörigen Video in genau dem Kleidungsstück zeigt, das sie ursprünglich verkaufen wollte.
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