Nura hat „Niemals Stress mit Bullen“
Das zweite Album von Rapperin Nura rückt immer näher und nun gibt es mit „Niemals Stress mit Bullen“ einen weiteren Einblick in den „Habibi“-Nachfolger. In gewohnter Art und Weise verteilt Nura auch auf der neuen Single klare Ansagen.
Auf „Niemals Stress mit Bullen“ spricht Nura den Alltagsrassismus an und lässt dabei gleichermaßen hart und humorvoll ihre eigenen Erfahrungen einfließen. Als Sinnbild für das Verhalten einer ganzen weißen Mehrheitsgesellschaft bedient sie sich dabei bei der Polizei, die fortwährend für diskriminierende und rassistische Handlungen medial in der Kritik steht. Nura fungiert damit als Sprachrohr der deutschen BIPoC-Community und zeigt eindringlich auf, dass das Geschilderte bei weitem keine Einzelschicksale sind.
Ein technoider Beat und dumpfe Bässe bilden dabei die Grundlage für ihr sozialkritisches Statement zur gegenwärtigen Situation. Die Alltagsrassismen werden besonders in den Zitaten deutlich, aus der sich der Refrain zusammensetzt: „’Ich bin auch kein Rassist, ich habe einen schwarzen Freund‘ / ‚Sag mal, würd’s du dich auch so benehmen, wärt ihr da bei euch?‘ / ‚Dafür sprichst du aber wirklich gutes Deutsch‘ / ‘Mein Land ist nicht mehr stolz, ich bin enttäuscht’“.
Zeilen, die wahrscheinlich vielen schon einmal so begegnet sind und vielleicht finden sich dabei auch einige ertappt, weil diese sogar selbst ausgesprochen wurden. Damit wird einerseits der Grad an Internalisierung rassistischer Verhaltensweisen deutlich, der häufig schon im Sandkasten unbewusst durch diskriminierende Spiele weitergegeben wird. Andererseits macht es auch deutlich, an welchem Punkt wir uns als Gesellschaft in Sachen Rassismus-Aufklärung aktuell befinden und zeigt den Weg auf, der noch gegangen werden muss.
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