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Neue Single „Offline“ – Rin hat keinen Empfang im AI-Himmel

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Tagged: RIN

Überraschenderweise lieferte er für seinen ersten Aufschlag einen triumphalen Rap-Brecher, der frei von Hit-Gesang ist und höchstens durch die Stimme von Adidas-Co-Star Nina Chuba zum Ohrwurm mutieren kann. Doch der King of Ljubav ist auch 2023 immernoch ein Melodie-Spezialist, wie seine neue Single „Offline“ eindrucksvoll untermauert.

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„Offline“ ist in vielen Belangen das komplette Gegenteil von „AMG“: In dem Song wird nämlich tatsächlich jede Zeile gesungen, der prägnante Beat mit den markanten Drums stammt von Sound-Connoisseur Alexis Troy und inhaltlich bewegt sich Rin in Richtung schemenhafter Lyrik über die Liebe, statt von seinen Erfolgen zu rappen. „Offline“ beschäftigt sich mit dieser speziellen Art der Verbindung, die nicht über virtuelle Kanäle gepflegt werden kann, sondern nur „analog“ entstehen kann. In typisch-kryptischer Rin-Manier besingt der Künstler Gefühle des Vermissens, der Sehnsucht, aber auch Situationen des Konflikts und der emotionalen Verletzung.

Wie man es gewohnt ist, spielt Rin mal wieder viel mit Symbolik, die höchstens vermuten lassen können, was tatsächlich in ihm vorging als er den Song geschrieben hat und welche Erfahrungen ihn überhaupt erst zum Schreiben inspirierten. Das sind biblische Metaphern über den Himmel und einen Garten mit verdorbenen Äpfeln – Alles lyrische Bilder, die im Bezug auf die vorher erwähnten verratenen Prinzipien ziemlich stark an den Garten Eden, die legendären Edenäpfel und die Stammeltern Adam und Eva erinnern. 

Ein audiovisuelles Kontrastprogramm als Video:

Während „Offline“ inhaltlich propagiert, dass wahre Liebe nur abseits von digitalen Endgeräten wächst und gedeiht, ist das dazugehörige Bild- und Videomaterial eine thematische Kehrtwende zur Thematik. Sowohl das Cover, als auch das Frame-intensive Video wurde nämlich mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz kreiert. „Frame-intensiv“ deswegen, weil man fast in jedem Frame eine andere Version von Rin erkennen kann. Im bewegten Bild wirkt es dann so, als würde Rin während seiner Performance samt Outfit und Drip stetig zwischen verschiedenen Äras seiner Karriere morphen. Hier blitzen die roten Haare aus der „Nimmerland“-Zeit hervor, dort sieht man das stattliche Jesus-Kreuz aus der „Kleinstadt“-Epoche auf der Brust blitzen und einen Frame später sieht man für den Bruchteil einer Sekunde die Oakley-Brille.

Außerdem werden diverse Lines aus „Offline“ für kurze, gezielte Momente bildlich dargestellt und symbolisch für die Thematik sieht man unzählige Smartphones in Zeitlupe aus dem Himmel fallen. Rin mag zwar nicht der erste Künstler sein, der ein AI-Video veröffentlicht hat. Man kann aber guten Gewissens behaupten, dass er zusammen mit der Grotesk.Group (die das Video gemeinsam mit Niklas Hufen und Jannis Kühner produziert haben) ein ziemlich aufwändiges und eigenes Stück Kunst geschaffen hat, das auf verquere Art und Weise perfekt in die visuelle Welt von Rin passt und diese um einen zeitgemäßen Aspekt erweitert.

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