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OG Keemo und Souly: Keine:r rappt so schön über Geld

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Wir leben in einer Zeit, in der tagtäglich hunderte und tausende von Songs ins Internet hochgeladen werden. Trotzdem gleicht es jedes Mal einem Erdbeben, wenn OG Keemo wieder neues Material auf die deutsche Rapszene loslässt. So geschehen am vergangenen Freitag, als der Rapper aus Mannheim „Tasche“ veröffentlichte – die bereits dritte Single aus seinem kommenden Projekt „Fieber“.

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Das neue Album knüpft an „Mann beisst Hund“ aus dem letzten Jahr an, eine Platte, auf die sich so ziemlich alle einigen können, die schonmal jemanden rappen gehört haben. Das dichte Storytelling, das lebendige Sounddesign von Funkvater Frank, das schon fast an ein Hörspiel erinnert – die Gründe warum „MBH“ jetzt schon einen festen Platz im Rap-Olymp innehat, sind vielzählig. OG Keemo hat sich selbst also ordentlich vorgelegt, aber bisher geht er mit dieser selbstgesetzten Messlatte ziemlich entspannt um.

Alarm im Zoo

Auch „Tasche“ glänzt wieder mit eine bemerkenswerten Lässigkeit – dabei klingt der Beat von Funkvater Frank so, als hätte OG Keemo gerade den Alarm in einem Zoogehege ausgelöst. Es klingelt und fiept, trötet und pfeift, während er sich zielstrebig über das Beatgerüst rappt: „Alles was ich mache Summen, wie ne Hummel, ja / Alle was ich kenn ist Beef, es gibt kein Kumbaya“.

Dagobert Duck gefällt das

Wer sich nur das Musikvideo anschaut, könnte meinen nach 2 Rap-Parts und Hooks sei der Spuk vorbei – weit gefehlt. Denn wer aufmerksam zuhört, erkennt hier an einzelnen Sprachfetzen einen Gast, der hier zwar fehlt, dafür aber die Streaming-Version von „Tasche“ veredelt: Souly! Während der Beat in ein sanftes Soul-Instrumental kippt, läuft der Wahlberliner zur Höchstform auf und referenziert ganz nebenbei Bars von seinem Gastgeber: „Ich bin ein Süd-Süd Italiener, aus dem Dirty South / Mein Papa kam mit leeren Händen, ich leg Scheine drauf“. „Tasche“ ist dabei schon die zweite Kollaboration der beiden Rapper – die erste, „Bunte Bündel“, fand sich im Sommer auf Soulys Debütalbum „Ich Wünschte, Es Würde mich Kümmern“. Damals wie heute geht es um: Bunte, Bündel, Hunnids, Checks, Scheine in der Tasche – ein Thema, das diesem Dreamteam offensichtlich steht.

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