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OK KID reflektieren das vergangene Jahr und stellen einige wichtige Fragen

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Auch wenn das neue Jahr schon wieder in vollem Gange ist und sich trotz seiner Kinderschuhe schon herauskristallisiert, das es nicht weniger turbulent als sein Vorgänger wird, ist es wichtig, innezuhalten und über all den Geschehnissen aus 2020 zu brüten. Einen solchen Reflexionprozess scheint auch die Gießener Erfolgsformation OK KID hinter sich zu haben, zumindest klingt ihr neuer Song „Frühling Winter“ genau danach.

„Frühling Winter“ beschäftigt sich mit einigen gesellschaftlichen Themen, die während des Pandemie-Geschehens entweder weitestgehend außen vor gelassen oder im öffentlichen Diskurs viel zu rudimentär behandelt und aufgearbeitet wurden. Die tragreichen Schlagworte „Umwelt“ und „Kulturerhalt“ spielen gleichermaßen eine Rolle wie „Hanau“ und „Black Lives Matter“: „Black Lives Matter, alle Freunde tragen schwarz / Wir waren alle auf der Demo, was ist heut’ davon noch da? / Wer hat sich schon mal gefragt, ob er in den letzten Jahren / mehr Problem oder Teil der Lösung war? / Hanau – Keine Einzeltat, Hanau – lang noch nicht verdaut / Avocado-Toast am Abend, wem stößt das noch übel auf? Das Gewissen grün gekafut, Hafermilch auf fauler Haut / Brauner Herbst in diesem Jahr, braunes Laub vor deinem Haus“ Um diesen kraftvollen und kritischen Zeilen gerecht zu werden, haben OK KID ein angemessenes Video in der menschenleeren Kölner Philharmonie gedreht. Eine besonders klare Bildsprache sprechen die verschiedenen interdisziplinären Kunstformen, die in dem gewaltigen Clip abgebildet wurden. Fazit: Sowohl Song als auch Video stehen mahnend dafür, nicht zu vergessen, was – gesellschaftlich betrachtet – während der Pandemie alles auf der Strecke geblieben ist und stellt zum Ende des Songs die vielleicht wichtigste Frage überhaupt: Was ist die Kultur und die Musik eigentlich wert?

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