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Olivia Rodrigo veröffentlicht ihr zweites Album „Guts“

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Tagged: Olivia Rodrigo

Wer mit einem Debütalbum so einen kometenhaften Start hinlegt wie Olivia Rodrigo 2021 mit „Sour“, auf den sind spätestens nach der Ankündigung eines weiteren Albums alle Augen – sowohl kritische als auch anerkennende – gerichtet. Diesen Druck nimmt auch die jungen Singer-Songwriterin in den letzten zwei Jahren deutlich wahr: „Der Druck war wirklich groß und ständig spürbar. Dabei hat mir extrem geholfen, an die 13-jährige Olivia zurückzudenken, für die es nichts Schöneres gab, als am Klavier zu sitzen und Songs zu schreiben.“ 

Dass Olivia Rodrigo ein absolutes Gesangtalent ist, bewies sie bereits in der Serien-Verfilmung des Disney-Klassikers „High School Musical“, in der sie als „Nini“ eine der Hauptrollen übernahm. Doch dass ihre Karriere vor allem außerhalb des Serienkosmos noch viel sehr viel steiler in Richtung Popstar voranschreiten sollte, dass hätte sich 20-Jährige nie träumen lassen. Ihr Album „Sour“ brach sämtliche Rekorde und Songs wie „good 4 u“, „drivers license“ oder „deja vu“ kennen selbst ihre Hater:innen. Doch ist so ein Erfolg wiederholbar? „Guts“ macht sich nun auf den Weg und tritt als Olivia Rodrigos zweites Album in die Fußstapfen seines Vorgängers.

Erwachsen werden im Rampenlicht 

Debütalben haben (aus Künstler:innen-Sicht) den großen Vorteil, dass man sie mit keiner bisherigen Platte vergleichen kann. Da hat es der Nachfolger deutlich schwerer. Doch laut Olivia Rodrigo sind Alben aus ihrer Sicht ohnehin Momentaufnahmen des Lebens – ein Vergleich ist da also eigentlich völlig unnötig. „Als ich die Songs für ‚Sour‘ geschrieben habe, hatte ich viel mit Selbstzweifeln und Herzschmerz zu kämpfen.“, erklärt Olivia Rodrigo. „‚Guts‘ ist dagegen in einer Zeit entstanden, in der es mir viel besser ging und fängt deshalb meine spielerische Seite ein und die Tatsache, dass ich mich selbst nicht zu ernst nehme.“

Klar, Olivias Leben hat sich in den letzten zwei Jahren um 180 Grad gedreht: Fans kreischen bei ausverkauften Konzerten ihren Namen und erkennen sie auf der Straße und als neuer Stern am Pophimmel reißen sich die Journalist:innen um sie. Doch abseits des Rampenlichts genießt Olivia plump gesagt vor allem das Erwachsenwerden. Im Interview mit iHeartRadio verrät sie: „Ich habe mich in den letzten Jahren so sehr verändert… Aber ich denke, die größte Veränderung, die ich gespürt habe, war das Olivia als ‚Mädchen‘ erwachsen geworden ist und die Veränderung von einem Teenager zu einer 20-Jährigen. Das Altern und das Herausfinden, wer man selbst ist – auf einer normalen zwischenmenschlichen Ebene. Ich glaube, das war das Überraschendste für mich.“

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Bauch- oder Kopf-Mensch?

In dieser Zeit lernt Olivia Rodrigo auch, mehr auf ihr Bauchgefühl zu hören – ein Grund dafür, weshalb sie sich bei dem Titel ihres zweiten Albums für das Wort „Guts“, zu deutsch „Eingeweide“, aber auch „Bauchgefühl“, entscheidet. „Für mich geht es auf ‚Guts‘ aber auch um Wachstumsschmerz und den Versuch, herauszufinden, wer ich an diesem Punkt in meinem Leben eigentlich bin.“ Insgesamt zwölf Songs geben auf „Guts“ die Antwort. 

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Was sich mit dem Release der beiden Vorabsingles „vampire“ und „bad idea right!“ bereits herauskristallisierte, bestätigt sich auch auf dem Album: Olivia hat sich aus Pop-Punk, Grunge und Indie-Rock Einflüssen bereits in der Vergangenheit eine so schöne Soundwelt aufgebaut, dass es viel zu schade wäre, diese jetzt schon wieder zu verlassen. Dementsprechend findet „Guts“ besonders seine ausgelassenen Höhen mit expressivem E-Gitarren-Rock in Songs wie „get him back“ oder „ballad of a homeschooled girl“. Melancholische Tiefen zum Luftholen nach dem ausgelassenen Abfeiern folgen durch „making the bed“ und „logical“ – zwei Balladen mit Gänsehaut-Garantie. 

Wer Olivia Rodrigo für ihren mitreißenden Sound und ihre offenherzige Art über all ihre Gefühle – egal ob Wut, Enttäuschung, Freunde oder Sehnsucht – zu singen, mochte, wird auch auf „Guts“ sicher ein paar neue Songs für die eigene Lieblingsplaylist finden. Und all denjenigen, die den Hype um Olivia Rodrigo auch nach dem Hören von „Guts“ noch immer nicht verstanden haben, sei gesagt: An „vampire“ oder „bad idea right?“ werdet ihr dieses Jahr trotzdem nicht vorbeikommen, das ist sicher. 

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