„Overthinking“: Rikas haben ihr Augenzwinkern nicht verloren
„Rikas sind der Inbegriff von lässigem Indie-Pop und werden ihr Können 2020 erneut auf Tour unter Beweis stellen“, hieß es in einem unserer Beiträge Anfang des Jahres. Doch dass eine weltweite und bis heute andauernde Pandemie diesen Aussichten einen Strich durch die Rechnung machen würde, haben auch wir nicht kommen sehen. Aber so traurig der anhaltende Konzertentzug ist, so froh können wir darüber sein, dass Rikas den Stillstand dafür genutzt haben, ihren bisherigen Weg als gemeinsame Band Revue passieren zu lassen und neue Musik das Endergebnis dieses Prozesses ist. „Anfangs kam plötzlich große Verunsicherung auf. Unsere rollende Blase war geplatzt. Dann kam eine Phase der Reflexion. Man hatte Zeit sich Gedanken zu machen. Was war eigentlich seit der Bandgründung 2016 und nach über 250 Liveshows passiert?“ In den letzten Jahren durften Samuel, Ferdinand, Chris und Sascha ihren Traum auf den Festival- und Konzertbühnen dieses Landes ausleben und verzauberten ihre ZuschauerInnen mit choreografierten und humorvollen Live-Auftritten. Doch mit der Veröffentlichung ihres langersehnten Debütalbums „Showtime“ werden die Stuttgarter von einer Schreibblockade erfasst. Was hilf, ist ein kleiner Trip in die Bundeshauptstadt im Sommer dieses Jahres, um den Austausch mit Kreativen zu suchen. Hier entsteht auch ihre aktuelle Single „Overthinking“, in der Rikas ihrer eigenen Unsicherheit eine Bühne bieten, ihre lebensbejahende und leichtfüßige Art und Weise Musik zu kreieren, aber nicht verlieren. „Wir als Band hatten das Gefühl unsere Kunst könne nie genug [[sein und]], eigenen sowie Fremdansprüchen nie gerecht werden.“, erklären die vier, doch so ernsthaft das Thema von „Overthinking“ damit eigentlich ist, so charmant und humorvoll kommt in typischer Rikas-Manier das begleitende Musikvideo um die Ecke, das mit einem leichten Augenzwinkern und Detailverliebtheit einfach nur Spaß macht, anzuschauen.
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