Paula Hartmann & makko: „Nimm Mit“, was du an Bonus-Tracks kriegen kannst
Dass sich Paula Hartmann und makko kennen und schätzen, weiß man natürlich. Kommt ja nicht von ungefähr, dass makko im Visualizer zu „7 Mädchen“ neben Paula sitzt und lässig Kippen raucht. Und wer das wunderschöne Vinyl oder die Kassette von Paulas Album „kleine Feuer“ hat, weiß natürlich auch, das „nimm mit“ einer von zwei Bonus-Tracks ist. Nachdem schon der erste, „Uludağ und Sorgen“ ft. Symba offiziell releast wurde, ist jetzt „nimm mit“ dran, den sie bei ihren Konzerten auch schon mal live spielte.
„Kannst mich nicht brechen, bin aus Diamant“
Wie schon die regulären Albumtracks, ist auch „nimm mit“ sehr düster geraten – und zeigt trotzdem, dass es auch nach dem schlimmsten Heartbreak weitergehen kann und muss. Paula sagte uns im Albuminterview für unser Print-Magazin: „Die Figur auf ‚Kleine Feuer“ – ich schreibe zwar autobiografisch, aber würde trotzdem immer von einer Figur sprechen – hat sich gewandelt. Es ist noch dieselbe Identität, aber es fühlt sich für mich selbstbestimmter an. Und deshalb kann ich auch selbstbestimmter düstere Sachen thematisieren.“
Das zeigt sich hier in Zeilen wie: „Red‘ mir ein, was ich bin und was nicht / Wenn ich gehe, dann in Hansaplast / Maybelline, Wimpern in Vantablack / Kulleraugen, Tekken, Uppercut.“ Im Chorus wirft sie dem toxischen Ex dann alles und sich selbst vor die Füße: „Nimm alles, was du von mir kriegen kannst / Das meiste brauch‘ ich eh nicht mehr.“ Aber dann kommt eben der Twist zur abgehärteten Kämpferin Paula: „Kannst mich nicht brechen, bin aus Diamant“.
„Sie sagt, ich bin nur in der Bar, doch bin ich nur in mein‘ Head.“
makko gibt derweil den reuigen Counterpart und zeigt in seiner Strophe die toxische Dynamik des fiktiven (Ex-) Paares: „Sie sagt, ich bin nur in der Bar, doch ich bin nur in mein‘ Head / Ich bin ganze Zeit auf Tour, ich bin nie in mei’m eignen Bett / Und ich sag‘ dir: ‚Mir geht’s schlecht grad‘, ja / Du sagst: ‚Sowas passiert, wenn man sich jeden Abend wegmacht‘.“
Alles in allem also schon wieder ein Paula-Banger – und so sehr wir uns darüber freuen, sollten wir uns langsam schon mal dran gewöhnen, dass wir bald wieder in Zeiten leben, in denen Paula Hartmann nicht alle paar Wochen was Neues raushaut. Schwer vorstellbar gerade, aber diese qualitativ hohe Schlagzahl kann ja kein Mensch halten …
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