DIFFUS

„Pferde & Flammen“: Die Kerzen bringen ihren 80er-Synth-Pop auf die Bühne

Posted in: NewsLive
Tagged: Die Kerzen

Spätestens seit The Weeknds „Blinding Lights“ scheint die Musik-Welt gar nicht mehr genug vom ständigen Blick durch den Rückspiegel auf die 80er Jahre und ihren schillernden Synth-Pop und New Wave zu bekommen. Das kann so oder so ausfallen und ist manchmal nicht viel mehr als ein wieder Aufwärmen von bereits da Gewesenem. Auch die Wahlberliner von Die Kerzen lieben den Genre-Kosmos der 80er, geben diese Einflüsse aber durch ihren ganz eigenen Filter wieder, statt sich mit Copy & Paste zu begnügen. Zuletzt hat das in dem zweiten Album „Pferde & Flammen“ gemündet, mit dem die Band gerade durch Deutschland tourt.

Hier wäre eigentlich etwas eingebettet. Du hast aber Embed und Tracking deaktiviert.

Zur Optimierung unseres Angebots nutzen wir Cookies, Google Analytics und Embeds von Seiten wie YouTube, Instagram, Facebook, Spotify, Apple Music und weiteren. Mit dem Klick auf "Jetzt aktivieren" stimmst du dem zu. Mehr Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.


Eine Verneigung vor der Vergangenheit

Ob die Cocteau Twins oder The Smiths, Chris Rea oder Kate Bush (die ja sowieso gerade hoch im Kurs steht): Die Kerzen lieben diesen ganz speziellen Pop-Sound, der die Jahre zwischen 1980 und 1990 ausmachte. Kein Wunder also, dass sie sich auch in ihrer eigenen Musik gänzlich den 80ern verschrieben haben – mit kleinen, charmanten Twists, die die Songs der Band unverkennbar in die Jetzt-Zeit und in ihre Diskographie verorten. Diese hat 2018 ihren Anfang, damals geht das Quartett, noch beheimatet in Ludwigslust, mit seiner Debüt-EP „Erotik International“ an den Start. Auf diesen fünf Songs aufbauend folgt dann im nächsten Jahr das erste Album „True Love“. Jede Menge Synth-Pop, so richtig inklusive hallender Snares und brilliant funkelnder Melodien – und das ein Jahr vor The Weeknd und seinem 80er-Revival. 

Es folgt der Umzug nach Berlin, rein ins Leben, aber auch rein in die Pandemie. Während dieser entsteht das zweite Die Kerzen Album, das am vergangenen Freitag erschien und auf den surreal anmutenden Titel „Pferde & Flammen“ hört. Dieser Name steht für die Hin-und-Her-Gerissenheit zwischen trauter Zweisamkeit und kurzlebigen Lust-Exzessen – ein Zeitgeist-Problem, mit dem sich sicher viele identifizieren können.

Hier wäre eigentlich etwas eingebettet. Du hast aber Embed und Tracking deaktiviert.

Zur Optimierung unseres Angebots nutzen wir Cookies, Google Analytics und Embeds von Seiten wie YouTube, Instagram, Facebook, Spotify, Apple Music und weiteren. Mit dem Klick auf "Jetzt aktivieren" stimmst du dem zu. Mehr Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.


Sympathisch im Pathos

Und siehe da: Die Großstadt hat den vier Bandmitgliedern und ihrer Musik nicht geschadet, im Gegenteil. Die Kerzen wissen immer noch, wie man einen Synthesizer so spielt, dass er noch Tage lang durch den Kopf tanzt. Und obwohl dieser Sound schnell zu Pathos und großen Gesten anstiften kann, bleibt die Band weiterhin so ganz sympathisch bei sich selbst. „Die Kerzen laufen jetzt im Radio, ich hab’s dir doch gesagt“, heißt es im Opener, wo man sich dann doch ein wenig augenzwinkernde Selbstbeweihräucherung gönnt. Übrigens nicht nur im Radio: Aktuell kann man die Band auf ihrer Tour zum Album auch live und in Farbe abpassen.

„Pferde & Flammen“ Tour 2022 – präsentiert von DIFFUS

03.06.22 LEIPZIG TANZCAFÉ ILSES ERIKA
04.06.22 WIEN B72
07.06.22 MÜNCHEN MILLA
08.06.22 STUTTGART MERLIN
09.06.22 NÜRNBERG CLUB STEREO
10.06.22 KARLSRUHE KOHI-KULTURRAUM
11.06.22 MAINZ KULTURCLUB SCHON SCHÖN
13.06.22 SOLINGEN WALDMEISTER
14.06.22 KÖLN BUMANN & SOHN
15.06.22 HAMBURG MOLOTOW
16.06.22 ROSTOCK PETER-WEISS-HAUS
17.06.22 BERLIN PRIVATCLUB

Tickets gibt es hier.

Cover neues DIFFUS Magazin

Das neue DIFFUS Print-Magazin

Titelstory: Ikkimel

Auch im Heft: Noah Kahan, Baran Kok, Josi, Robyn, Philine Sonny und Apsilon.
Dazu große Reportagen über die Vaporwave-Szene in Deutschland, die extreme Metal-Szene in Subsahara-Afrika oder das Rap-Projekt „HaftBars“ in einer Berliner Jugendstrafanstalt.