Phoebe Green lässt das Leben an sich vorbeiziehen
„What are you waiting for?” – es ist eine simple Frage, die man oftmals gestellt bekommt oder mit der man sich selbst einfach Stunden beschäftigen könnte, denn manchmal gibt es keine eindeutige Antwort darauf. „IDK“ – ausgesprochen „I Don’t Know“ – entgegnet die britische Newcomerin Phoebe Green, die sich dieser Thematik auf ihrem neuesten Song stellt.
Das alle diese Gedanken schnell überfordern können, weiß auch die 22-Jährige: „[Der Song] erforscht eine völlige Loslösung von der Realität, beobachtet die Dinge von einem Ort der totalen Apathie und fühlt sich an, als ob ich mein Leben als Zuschauer mit wenig bis gar keiner Verbindung dazu beobachte. Das ist ein furchtbarer Zustand, ich glaube, das passiert, wenn ich überwältigt werde.“
Dieser Kontrast zwischen der Realität und ihrem Befinden zeigt sich nicht nur in den Lyrics, sondern findet sich auch im Musikvideo wieder. Dabei trifft das farbenfrohe Äußere auf eine abgestumpfte Gefühlswelt, die nach Langeweile und Leere schreit.
Phoebe Green schafft es mit „IDK“, das Gefühl der Verlorenheit in diesen Momenten perfekt einzufangen und verpackt es gekonnt in einen poppigen Indiesong, der seine Melancholie trotz der Up-Tempo-Instrumentierung nicht verliert. In Bezug auf die Musik beweist das Chess-Club-Signig aus Manchester, dass es genau weiß, wohin der Weg gehen soll und dabei kein bisschen zögerlich ist.
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