alt-J im Interview über „The Dream“: „Der Name hat mehr Bedeutung als ursprünglich gedacht“
Es ist schon etwas Besonderes, wenn eine Band nach langer Zeit wieder ein Album veröffentlicht. Die Rede ist von alt-J. Für die Band markiert ihre neue Platte einen besonderen Abschnitt, da sie vor zehn Jahren ihre allerersten Songs rausbrachten. Das neue Album „The Dream“ spiegelt diesen Werdegang über die letzten Jahre wider, sodass es sich nur schwer einem bestimmten Genre zuordnen lässt. Die Songs sind das Ergebnis aus verschiedenen Texten und Ideen, die in ganz unterschiedlichen Perioden entstanden sind. Somit bleibt „The Dream“ unkategorisierbar und verlangt, dass man sich ab dem morgigen Release dann ein ganz eigenes Bild von der neuen Sound-Welt bildet.
Die jüngste Auskopplung des Projekts nennt sich „The Actor“. Joe und Gus erzählen im Interview mit Lena, dass „The Actor“ sich um eine Person dreht, die nach Hollywood geht, um die große Schauspiel-Karriere zu starten. Die Reise geht nach L.A, endet jedoch bereits auf dessen Straßen. Und auch wenn die drei den Album-Titel zunächst eher zufällig ausgewählt haben, passt er in vielerlei Hinsicht – bei „The Actor“ vor allem aufgrund des American Dream, der hier als eine Geschichte des Scheiterns erzählt wird.
Obwohl der Song von Drogenabhängigkeit erzählt und damit kein einfaches Thema behandelt, ist der Sound sehr unaufgeregt und wirkt mit Synthies, Gitarre und Schlagzeug sehr verträumt. Dazu passt die vorbeiziehende Landschaft, im kleinen YouTube-Clip zum Song.
Im Podcast-Interview erzählen Gus und Joe, dass genau dieses „Verträumte“ auch die Stimmung ist, in der sie am liebsten das Album anhören. Aber trotzdem sind sie der Meinung, dass natürlich jede:r selbst entscheiden kann, wo und wie sie die Platte hören. Für die Musiker selbst passt „The Dream“ am besten zu einer langen Zugfahrt oder in die Stimmung, allein zu Hause mit Noise-Cancelling Kopfhörern zu verweilen und, ohne Ablenkung durchs Handy, die Songs zu genießen.
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