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Post-Popstar-Ära: Miley Cyrus‘ Meisterwerk „Something Beautiful“

Posted in: News
Tagged: Miley Cyrus

Miley Cyrus hat am Freitag ihr neues Album „Something Beautiful“ veröffentlicht – und im wahrsten Kern des Titels einen kleinen Schatz mit der Welt geteilt. Während die „The Best of Both Worlds“ Disney-Miley ja schon lange aus ihren Kinderschuhen gewachsen ist, lässt die Sängerin mit ihrem neusten Werk auch ihre „Flowers“-Popstar-Ära hinter sich.

Miley Cyrus ist erwachsen geworden

Denn „Something Beautiful“ ist ein erwachsenes, dramatisches Werk, das sich traut auf die offensichtlichen Radio-Banger zu verzichten. Es zeigt Miley von einer so nie dagewesenen künstlerischen Seite – mit der sie in 13 Songs ihre Sicht auf den Ist-Zustand der derzeitigen gesellschaftlichen Situation gibt. Und außerdem aus dem Love-Nähkästchen plaudert.

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Das klingt erstmal gar nicht so verheerend. Songs wie „Easy Lover“ oder „End of the World“ erinnern mit ihren glitzernden Melodien und gutgelaunten Chören fast schon an Abba-Hymnen und überzeugen mit Dancefloor-Tauglichkeit. Erst beim zweiten Blick auf die Lyrics stellt man fest, dass der Inhalt aber – ein roter Faden im gesamten Album – durchaus Dunkelheit verbirgt. „Let’s pretend it’s not the end of the world“, schlägt Miley Cyrus in der Hook von „End of the World“ vor und liefert allerlei Vorschläge, wie man den Weltuntergang verdrängen kann: Einen teuren Mercedes kaufen, dem Sonnenuntergang entgegen gehen oder noch einmal nach Paris fahren. Blöd nur, dass man den bevorstehenden Untergang mit all den schönen Dingen dennoch nicht aufhalten kann.

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In dieser Manier hangelt sich „Something Beautiful“ weiter. Wunderschöne, epische Arrangements bilden die Grundlage für Mileys alleseinnehmende Stimme, die Emotionen an ihre Hörerschaft heranträgt, als wären es die eigenen. Da wären die dramatischen, cineastischen Balladen wie „More to Lose“ oder „Golden Burning Sun“. Aber es gibt auch leichtherzige Stellen, wie den Song „Easy Lover“, in dem Miley von einer lange gesuchten Liebe singt – die sich als alles andere als einfach herausstellt.

Bittersüße Vergänglichkeit

Diese Bittersüße zieht sich auf inhaltlicher wie soundlicher Ebene durch „Something Beautiful“. Miley ist verliebt, aber die Liebe ist schwer. Sie hat einen wundervollen Traum, der sich aber als realitätsfern herausstellt. Und sie hat die Zeit ihres Leben, während der Weltuntergang am Ende des Horizonts droht. „Something Beautiful“ ist wahrlich etwas schönes – vielleicht noch ein bisschen mehr, weil es die Vergänglichkeit der Dinge so sehr in den Vordergrund hebt. 

Mit Brittany Howard („Walk of Fame“) und Naomi Campbell („Every Girl You’ve Ever Loved“) hat Miley Cyrus sich zudem Unterstützung von zwei wunderbar passenden Frauen geholt. Zwischen den Songs ertönen immer wieder experimentelle Interludes, die den cineastischen Charakter des Albums hervorheben. Dazu gibt es eine weitere, visuelle Ebene von „Something Beautiful“, die am 6. Juni in Filmlänge erscheint. Und auch ohne diesen gesehen zu haben, lässt sich jetzt schon sagen, dass Miley Cyrus mit „Something Beautiful“ ein Meisterwerk geschaffen hat. Und ihre Kunst in ihre bislang anspruchsvollste Ära leitet.

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