Provinz und Danger Dan trauern um „Unsere Bank“
Nur noch knapp zwei Wochen, dann ist es endlich soweit und das zweite Album von Provinz, „Zorn & Liebe“, erscheint. Eines muss man den Jungs dabei wirklich lassen: Ihre Release-Dichte ist enorm! Während sich Bands manchmal fünf oder zehn Jahre Zeit lassen, bis sie neue Musik veröffentlichen, liegt die Veröffentlichung von „Wir bauten uns Amerika“, dem Debütalbum von Provinz erst knapp zwei Jahre zurück. Außerdem sind die vier – seitdem es wieder möglich ist, Konzerte zu spielen – quasi non stop auf Tour und gefühlt auf jedem Festival in diesem Jahr anzutreffen.
Trotz Sprinter-Lifestyle und Hotel-Hopping haben Provinz eine fertige Platte im Gepäck, die sie in den letzten Wochen und Monaten bereits Stück für Stück mit uns geteilt haben. Mit „17 für immer“ entführte uns die Band bereits in einen jugendlichen Sommerurlaub in Italien, bevor es in „Zwei Menschen“ wieder etwas deeper und damit fast schon philosophisch wurde. Ihre neueste Single „Unsere Bank“ knüpft an die melancholische Stimmungswelt von „Zwei Menschen“ an und ist dementsprechend auch nicht ganz so leicht zu verdauen.
„Die Bank gab es wirklich!“
„Sie haben unsere Bank von früher für ein Altersheim zerstört“, heißt es in den ersten Zeilen von „Unsere Bank“. Doch auch wenn das schon fast wie die Geschichte aus einem Bilderbuches klingt, steckt ein wahrer Kern hinter dem Song, wie die Band erzählt: „Der Text des Songs ist tatsächlich autobiographisch, das heißt, die Bank, welche für ein Altersheim abgerissen wurde, die gab es wirklich. Dadurch kam auch die Inspiration des Songs und das Bild von Melancholie und Vergänglichkeit.“
Zwar legen sich Melancholie und Vergänglichkeit wie ein Schleier über die neuen Provinz Single, trotzdem soll „Unsere Bank“ eigentlich „aber eine versöhnliche Botschaft transportieren. Was vielleicht im ersten Moment ‚jugendliches Rumjammern‘ zu sein scheint, bietet andererseits eine sehr schöne Aussicht für die Zukunft.“, sagen Provinz.
Unterstützt werden Provinz in ihrer neuen Single übrigens von Danger Dan, der sich neben Nina Chuba also auch einen Platz als Featuregast auf „Zorn & Liebe“ gesichert hat. „Nachdem Vincent die Songskizze geschrieben hatte, waren alle in die Idee verliebt, dass Danger Dan darauf ein Feature-Gast sein könnte. Allein schon, weil die Klaviermelodie auch eine Danger-Dan-Nummer sein könnte. Und da wir Daniel ein paar Monate vorher auf einem Festival kennengelernt hatten und wir uns auf Anhieb gut verstanden, schrieb Vincent ihm einfach schnell auf Instagram und schickte ihm den Song. Es hat ungelogen keine Stunde gedauert, da war Daniels Strophe fertig.„, erklärt die Band.
Auch Danger Dan zeigte direkt großes Interesse an einer Zusammenarbeit. Er selbst verfolgte die Band schon länger und auch die Thematik von „Unsere Bank“ habe es ihm direkt angetan: „Das Thema des Liedes passt aktuell auch wie die Faust aufs Auge. Da verabschiedet sich gerade ganz langsam eine spannende Generation in ihren Lebensabend, der ich noch so viele Fragen stellen möchte. Was würde ich nicht geben, um nur eine Zigarette lang Nancy Wake auf der Bank ihrer Geschichte zu lauschen.“
Während der deutschen Besetzung Frankreichs im Zweiten Weltkrieg war Nancy Wake britische Fluchthelferin und Mitglied der französischen Résistance. In seiner Strophe bringt Danger Dan unteranderem Referenzen zu ihr und Musikerin Joni Mitchell ein.
Live im TV
Ob Danger Dan und Provinz „Unsere Bank“ in Zukunft auch live auf Festival- oder Konzertbühnen performen werden, wird sich zeigen. Einen ersten Versuch wagen sie allerdings schonmal am 06. Septemebr und zwar auf heiligem TV-Boden bei der Late Night Show von Klaas Heufer-Umlauf „Late Night Berlin“.
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