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Pusha T kann nichts mit „Diet Coke“ anfangen

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2002 schallte durch jedes Klassenzimmer in den Vereinigten Staaten ein rhythmisches Stampfen und Klatschen: „Grindin’“ war in diesem Jahr der Hit schlecht hin und steckte mit seinem minimalistischen Beat aus Pharrells Hand die ganze Nation zum Mitgrooven an. Berappt wurde das heute ikonische Instrumental von dem Duo Clipse, bestehend aus zwei Brüdern aus Virginia, die unter den Künstlernamen Malice und Pusha T in Erscheinung traten. Im Lauf der 2000er löste sich Clipse auf und Malice kehrte dem Rap-Geschäft den Rücken zu. Pusha T hingegen sollte zu diesem Zeitpunkt gerade erst am Anfang seiner Karriere stehen. Heute ist er längst eine etablierte Figur der Szene, enger Freund von Ye und Pharrell Williams sowie Chef seines eigenen Labels. 

Für seine Alben nimmt sich der Musiker Zeit. So ist sein letztes Projekt „Daytona“ mittlerweile vier Jahre alt – Zeit für Nachschub also. Erst vor kurzem hatte Pusha T in einem Interview große Töne gespuckt und das Album des Jahres angekündigt. Dass seine Behauptungen nicht nur heiße Luft sind, zeigt er nun der ersten Single für sein kommendes Projekt: „Diet Coke“. 

Pusha T – Diet Coke

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„Diet Coke“ ist einmal mehr ein Manifest dafür, dass King Push sich mühelos jenseits von Trends und Zeitgeist bewegen kann. Das fängt schon beim Beat an: Ye und 88-Keys zersägen klimperndes Piano und Vocal-Samples und basteln aus den Resten ein Kopfnicker-Brett. Fun Fact an der Stelle: Ursprünglich wurde der Beat bereits 2004 produziert. Aber auch in einer Ära voller Rage-Musik und Detroit Rap funktioniert das Ding noch prächtig!

Pusha T läuft lyrisch zur gewohnten Höchstform auf und macht, was er am besten kann: Über Drogen Rappen. Mit dem Selbstbewusstsein eines Szeneveteranen kickt er eine clevere Koks-Metapher nach der anderen: „The number on this jersey is the quote price / You ordered Diet Coke, that’s a joke, right? / All you niggas get it off the boat, right? / But only I can really have a snow fight“.

Auch das Video zum Song ist ein Hingucker: Mit schwarz-weißem Studio-Setting weckt Push Erinnerungen an die Rap-Videos der 90er Jahre. Außerdem gibt es einen Gastauftritt von einem seiner berühmtesten Freunde: Ye, dessen Label Pusha T in den letzten Jahre als Präsident geführt hat, tanzt Seite an Seite mit ihm zu seinem Drogendealer-Rap.

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